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Three Doors Down
Sona Fariq

27.11. Hamburg
Docks

 


Als ich gegen halb 9 in der Kölner Live Music Hall eintraf, kam ich zu spät, denn Sona Fariq hatten bereits gespielt. Grund war, die jeden Samstag stattfindende "Rockgarden" Party, weshalb alle Konzerte pünktlich um 22 Uhr beendet sein müssen.

Zeit also um mich in der nur mässig gefüllten Halle umzusehen, deren Besucher dem üblichen Alternative Publikum.

Kurz vor 21 Uhr ging es dann los, und die vier Senkrechtstarter betraten die Bühne. Auf eine aufwendige Show und große Lichteffekte verzichteten sie, dagegen liessen sie die Ausdrucks- und Gefühlskraft ihrer Songs sprechen. Am Anfang klappte das nicht so gut, das Publikum reagierte eher verhalten und mit leisem Klatschen nach jedem Songs. Da half auch die energiereiche Spielfreude von Bassist Todd Harrel nicht, der am überzeugesten wirkte. Am glassklaren Sound und der einwandfreien technischen Umsetzung ihrer Musik konnte es auf jeden Fall nicht liegen. Vielleicht aber an dem eintönigen und langweiligen "thanks a lot" von Sänger Brad Arnold nach jedem Song. Mehr hatte er scheinbar nicht zu sagen.

Nach einer halben Stunde taute die Stimmung dann aber auf, ausgerechnet durch den neuen Song "This time", der sich aber zum Hitanwärter entwickeln dürfte. Beim folgenden "Dangerous Game" hoben die ersten Fans dann ab und der Bann war gebrochen. Hits wie "Loser" oder "Kryptonite" sorgten dann für den Rest. Der war dann aber kurz, denn nach insgesamt knapp 50 Minuten verließen Three Doors Down die Bühne. Zur Zugabe ließen sie sich dann lange bitten, zu lange wie einige Besucher meinten. Drei Songs gab es dann noch, welche die Live Music Hall nochmal zum rocken brachten, dann war pünktlich um 22 Uhr die Show beendet.

Insgesamt haben Three Doors Down einen guten, soliden Gig abgeliefert, ließen aber die Emotionen vermissen und wirkten etwas zu abgehoben. Die Distanz zum Publikum schafften oder wollten sie nicht überwinden.


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