Nachdem
Getränkehersteller Punica bereits im letzten Jahr ins Kölner
Eis- und Schwimmstadion geladen hat, gabs neben Frankfurt und München
auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, paar HipHop Tunes zu lauschen,
gleichzeitig ein bißchen zu skaten oder sich im Wasser abzukühlen.
Der Tag war auf jeden Fall der Richtige, denn am 26.08., einem Samstag,
hatte man in Köln das Glück einen der wenigen heißen Tage
dieses Sommers zu genießen.
Deshalb war es wohl auch kein Wunder, dass die Veranstaltung mit 6000
Besuchern bereits um 11 Uhr morgens restlos ausverkauft war und die Preise
für die normalerweise 15,-DM billigen Karten auf bis zu 90,- DM stiegen.
So mußten dann auch die meisten Leute wieder umkehren oder ließen
sich auf der Wiese vor dem Stadion nieder.
Wer es dann reingeschafft hatte, konnte sich entweder im Stadion selber
die riesige Twin Bowl angucken oder auf dem netten Streetparcour, der
aber nicht über die besten Ramps verfügte, seine Rollen (was
hieß, dass man auch mit viel zu vielen Inlinern zu rechnen hatte)
in Bewegung bringen. Als Alternative stand die Wieso zum netten Beisammensitzen
zur Verfügung, oder zur Abkühlung das Becken. Die Bühne
war im Vergleich eher winzig geraten und in einer Ecke versteckt. Wegen
dem ganzen Drumherum und der katastrophalen Organisation des Veranstalters
verpassten wir dann auch die beiden ersten Acts, DJ Sidney und Creuzfeld
& Jakob, und den Female Contest bekamen wir auch nicht richtig mit.
Zurück
zum skaten. Wer nicht gekommen war um's selber zu machen, stand ziemlich
dumm rum. Zwar waren zeitlich feste Demo Shows geplant, aber wie bei solchen
Events üblich, war das nicht besonders spektakulär, einmal weil
der Sicht in den Twin Bowl recht mühsam war, und weil es irgendwie
an Fahrern mangelte. Auf jeden Fall wußte man nie wo jetzt wer und
wie fährt. Schade, aber es blieben für alle Aktiven ja noch
die Pool Games oder ein Hacky Sack Turnier. Wenn dabei der Durst überkam,
konnte sich für 8,- DM den ganzen Tag mit Punica Frucht(wasser)getränken
eindecken, und das war wohl der Moment, wo wir uns echt fragen, warum
nicht jemand anderes dieses Event hätte sponsorn können. Nach
4 Litern Punica waren wir auf jeden Fall nur voll mit Wasser und komisch
drauf.
Dafür legte dann Die Firma mit ihrer Band der Killin Riddim Section
einen richtig fetten Auftritt hin, bei dem alle Burner abgefeiert wurden
und die Masse tierisch abging. Da störte dann auch nicht der schlechte
Blick auf die Bühne. Was einem aber zum ersten Mal richtig auffiel,
war der extrem große Kiddie Faktor, und irgendwelche Spinner mit
Schnäuzer. Hätte also auch alles unter Popveranstaltung mit
Böhse Onkelz durchgehen können.
Auf
jeden Fall gab es dann erstmal vier nette Konzerte zu sehen, Mr. Gentleman,
Square One, Spezializtz, Spax und Afrob. Wobei ich ehrlich sagen muß,
dass ich nicht besonders viel von den Auftritten mitbekommen habe, weil
das ständige Stehen vor der Bühne zu anstrengend war. Auf jeden
Fall hatte man den Eindruck, dass Afrob als Headliner angesehen wurde.
Denn Such a Surge hatten abgesagt und nach Afrob gegen 19 Uhr leerte sich
das Gelände immer mehr. Gut wir waren auch müde, aber der eigentliche
Grund der Massenabwanderung schien wohl darin zu bestehen, dass die Masse
den folgenden Namen nicht so ganz kannte: Tony Touch. Das heißt
dann wohl wieder german hiphop rulez oder so. Wie auch immer, wir gingen
aufgrund extremer Ermüdungserscheinungen auch und freuten uns auf
die Aftershow Party im Kölner Underground, ebenfalls mit Tony Touch.
Da sollte es dann auch richtig voll werden, wie lange nicht mehr im Underground.
Aber um das Faziz nicht zu vergessen, inhaltlich gab's wohl nicht so viel
zu entdecken beim Punica Jam, aber der Spaßfaktor bleibt ungeschlagen
und wir freuen uns auf's nächste Mal Sommer.