bumbanet ::: music sports and urbanstyle ::: www.bumbanet.de
  Music Urbanstyle
.
Index
Specials
Reviews
Live/Photos
Termine
Interviews
Sound/Video
Store
Service

Infos Monster Magnet News


Monster Magnet
Queens Of The Stone Age
Snake River Conspiracy

27.11. Hamburg
Docks

 


Es sollte ein großer Abend werden Monster Magnet und QOTSA zusammen auf einer Bühne. Ein Hammer-Package, soviel stand fest. Da konnten mir auch Snake River Conspiracy die Laune nicht verderben. Ich hatte mich auf Die Happy gefreut und dann diese Band. Ich glaube, das einzige was ihnen Beifall bescherte, war die wirklich sehr attraktive Sängerin, die zwar gut sang aber außer mit dem Kopf wackeln nicht wirklich viel tat um die Leute anzuheizen. Genauso der Rest der Band: Der Bassist sah aus, als würde er total gelangweilt die Zeit totschlagen, bis sein Bus zum Kaffeekränzchen bei Oma auf dem Land fährt. Alles in allem zu vertrackte Songs, wenig eingängig und eine langweilige Bühnenshow. Fazit nach 30 Minuten: Überflüssig.

Nach einer kurzen Umbaupause starten die Steinzeitköniginnen mit einem völlig vermatschten Sound in ihr Set. Der Mann am Mischpult bekommt das Problem aber schnell in den Griff, sodaß ab Mitte des zweiten Songs "Feel Good Hit Of The Summer" eine fette Gitarrenwand über die Köpfe und durch die Gehörgänge der Anwesenden im ausverkauften Docks rauscht. Bassist Nick Olivieri steht komplett nackt, nur mit Bass behängt, auf der spärlich beleuchteten Bühne. Eine Lightshow gab es nicht wirklich. Man mußte wirklich genau hinsehen um den völlig im Dunkeln stehenden Josh Homme am rechten Bühnenrand überhaupt zu sehen. Aber wozu auch unnötige Showeffekte, wenn die Musik alleine schon so gewaltig ist. Das Set bestand aus einer ausgewogenen Mischung der letzten beiden Alben. Nach "The Lost Art Of Keeping Secrets" gab es noch eine 10-minütige Version von "You Can´t Quit Me Baby". Das Zusammenspiel war so perfekt, daß ich mir ernsthaft die Frage stellen mußte, ob diese Herren eigentlich noch etwas anderes machen, als den ganzen Tag im Proberaum abzuhängen und zu jammen. Nach 50 Minuten verließ die Band unter frenetischem Beifall und Zugaberufen die Bühne. Vielleicht wurde aus dieser angekündigten Co-Headliner-Tour doch nur ein Support-Slot für die Queens, weil Monster Magnet es schwer gehabt hätten, die Show der Herren aus der Wüste zu toppen, wenn die noch eine halbe Stunde gespielt hätten.

Aber so waren die Weichen ideal gestellt für ein Feuerwerk des Rock´N´Roll. Wie auf der Dopes To Infinity-Tour wurde diesmal wieder auf Video-Projektionen gesetzt, die auf eine, mit dem Cover-Motiv verzierte Leinwand gestrahlt wurden. Beim ersten Song "Atomic Clock" stolperte Dave Wyndorf erstmal nach 20 Sekunden über eines der extra aufgestellten Podeste. Unmittelbar danach kämpfte sich ein Fan über den Graben auf die Bühne und legte sich auch gleich mal auf die Nase. Gerade noch rechtzeitig bevor ihn der anrennende Security fassen kann schaffte er es sich ins Publikum zu retten. Der Security stürzt dann auch noch in den Fotograben. Ein turbulenter Anfang also. Der Meister des Posens ließ sich dadurch aber nicht beeindrucken führte nun souverän durch 9 Jahre Schaffensphase und feierte vor allem sich selbst. Wirkte Wyndorf auf der letzten Tour noch ein wenig unsicher ohne Gitarre, rannte er nun selbstbewußt, und die Freiheit sichtlich genießend auf der Bühne auf und ab. Lag der Schwerpunkt der Show zwar deutlich auf dem neuen Material, das live wesentlich druckvoller kommt, wurden auch die Fans der vergangenen Jahre nicht zu knapp bedient. Ein Highlight des Abends: "Dinosaur Vacume" vom Superjudge-Album welches direkt in "Baby Götterdämmerung" überging. Bei "Negasonic Teenage Warhead" wurde dann wieder die brennende Gitarre ausgepackt und das Rockspektakel war perfekt. Eine geniale Selbstinszenierung des kleinen Mannes im flammenbesetzten Lederoutfit, der den ganzen Abend mit mindestens einem Meter auseinander gespreizten Beinen dastand. "Spacelord" als großes Finale bei dem dann endgültig alle Klischees erfüllt wurden. Zwei Stripperinen wackelten anfangs etwas unkoordiniert auf der Bühne herum und ließen abschließend die Hüllen fallen. Dann war nach 100 Minuten Schluß.

Monster Magnet ließen keine Fragen offen. Sie hatten einmal mehr bewiesen, wie eine Rockshow mit allen Klischees und Posen, trotzdem authentisch und absolut nicht peinlich wirken kann. Grandios! Da konnte ich dann auch verzeihen, daß dieses Mal "Cage Around The Sun" auf der Strecke blieb. Bitte mehr davon.

by Felix Heinrich


bumbanet magazine ::: music sports and urbanstyle ::: www.bumbanet.de


Neu: Bumbanet Relaunch!!!

Releases: Chris Cornell, Art Burt, Queens of the stone age, Common, Olli Banjo, Muhabbet, Dizzee Rascal

Interviews: Dashboard Confessional, Dog eat Dog, Ash, Lexy & K-Paul

Special: Rheinkultur, Splash, Rihanna, Juicy Beats

Live: Justin Timberlake, Mad Caddies, Reel Big Fish, Maxïmo Park

Sports: BMXMasters, Extreme Playgrounds, Wave Tour

 

 


Bumbanet Music - Sports - Urbanstyle - Community
Blog - Impressum - Contact
Copyright© 1998 - 2007 Bumbanet

Ranking-Hits