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Infos Live: The Rakes in Köln News


06.05.2007
Köln
Prime Club

 


Der Prime Club kann ein schrecklicher Ort für Konzerte sein. Klein, eng und in Schlauchform. Wenn man da nicht ganz vorne steht und zufällig mal gerade nicht über zwei Meter groß ist, kann man eigentlich wieder nach Hause gehen – sehen tut man dann wirklich nichts mehr. Noch nicht mal an der immer so hoffnungslos überfüllten Bar könnte man dann theoretisch seinen Frust in Alkoholkonsum stillen. Eine Alternative bliebe aber immer noch, denn man könnte ja wenigstens die Augen schließen und tanzen. Und das war bei den Rakes gar keine schlechte Idee. Fanden zumeist fast alle der anwesenden Besucher im bis obenhin voll gepackten Prime Club, denn über zuwenig Bewegung im Saal konnte sich keiner beschweren. „We danced together“, so sinngemäß heißt es ja auch auf dem neuen Album der vier Briten.

Der erste Song stammte jedoch nicht vom neuen sondern vielmehr vom Debütalbum, „Terror“, es ging flott und kraftvoll los, der treibende Beat des Schlagzeugs, die verstörenden Texte zwischen persönlicher und allgemeiner politischer Apokalypse, „Every plane is a missile / Every suitcase a bomb / There´s no reason in my head now / Only fear in my bones“. The Rakes-Frontmann Alan Donohue bewegte sich passend dazu in einer Choreographie, die gleichzeitig an Cheerleader wie an Kraftwerks Mensch Maschine(n) erinnerte.

So kraftvoll wie die Band auf die Bühne kam, so legte sie diese Energie während der knapp 70-minütigen Show und den vier Zugaben auch nicht mehr ab. Die Stimmung bei Publikum und Band war mehr als gut, wollte überhaupt nicht mehr abreißen und hielt sich dementsprechend bis ans Ende der Show. Der Band fiel es natürlich nicht schwer einen tanzbaren und hitlastigen Querschnitt aus den bisher erschienenen zwei Alben zu spielen, für besondere Begeisterungsströme sorgten logischerweise die Super-Hits „22 Grand Job“, „Strasbourg“ oder auch „Suspicious Eyes“. Zu erwähnen wäre noch, dass die Rakes hinsichtlich des begeisterten Publikums auch schon auf ein bestelltes Feld trafen, denn die Vorband The Bishops hatten hier vorher viel Überzeugungsarbeit geleistet. Schön. Die Stimmung wurde also immer besser, die Leute wurden tanzwütiger und am Ende konnte wahrscheinlich ohne Ausnahme jeder zufrieden nach Hause gehen. Selbst die, die nicht so gut sehen konnten. Immerhin hatten sie ja noch tanzen können.


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Autor:
Daniel Holder
Photos:
Daniel Holder


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