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Infos Live: Made in Jamaica Tour 2007 News


30.04.2007
Köln
Palladium

BUNNY WAILER
THIRD WORLD
CAPLETON
MYSTIC REVELATION OF RASTAFARI
SOUND QUAKE SOUNDSYSTEM

 


Das exzellente Line- Up bei der „Made in Jamaica“ Tour 2007, bei der Reggae- Größen wie Bunny Wailer, Third World, Capleton und Mystic Revelation of Rastafari sich die Klinke in die Hand geben, rief sehr hohe Erwartungen hervor. Unter anderem auch weil der Eintrittspreis bei phänomenalen 40 Euro lag.

Um Punkt 20 Uhr fing Mystic Revelation of Rastafari an und da anscheinend keiner davon ausgegangen war, dass dieses Konzert tatsächlich punktgenau anfangen würde, war es noch ziemlich leer. Die meisten kamen erst gegen Mitte der nächsten Show. Trotzdem war die Stimmung riesig, als Third World ihren Hit „1885 (69 Degrees in the shade)“ anstimmten. Das Publikum sang aus vollem Hals mit und ging  total ab, als danach ein weiterer Hit, „D.J. Ambassador“ performt wurde. Es folgte ein Medley aus Bob Marley Songs und Jr. Gong´s  „Welcome to Jamrock“, das sehr gut ankam. Ein paar Takte von „No Women No Cry“ und „One Love“ spielte Third World an und würdigten „One Love“ mit den Worten, dass dieses Lied die Hymne des Reggae wäre. Diese Momente, die die Stimmung der Reggaefans in die Höhe katapultierten, waren leider viel zu schnell vorbei. Deplaziert und unpassend kam ihre Zugabe an, die eher an Apocalypticas Streicher- Stücke als an guten Reggae erinnerte.

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Die mittlerweile 60 jährige Reggaelegende Bunny Wailer, die Marley´s berühmte Band „The Wailers“ mitgegründet hat und einziges überlebendes Mitglied ist, hatte auch einen tollen Auftritt hingelegt. Zwar nicht so stimmungsgeladen wie Third World, aber das Publikum ist trotzdem mitgegangen und hat abgefeiert. Zwischendurch bekam man den Eindruck eine Reggaeversion des Buena Vista Social Clubs vor sich zu haben, da auch der Background Chor aus knuddeligen Opas bestand, die eine total  süßen Choreografie einstudiert hatten. Obwohl man Bunny Wailer sein Alter angemerkt hat, sprang er agil über die Bühne und gab in seiner weißen Tracht und den Reggaestrümpfen seine Lieder zum Besten. Gegen Ende hin konnte man allerdings ein paar Längen in seinem Programm verzeichnen.

Der Höhepunkt des Konzerts und auf den alle gewartet haben, schien Capleton zu sein. Die Stimmung war hoch explosiv und schien überzukochen als er bereits zu Anfang „That Day Will Come“ und „Jah Jah City“ gebracht hat. Leider muss man sagen, dass er an diesem Abend seine besten Songs zu Anfang verpulvert hat. Bei den nächsten Stücken fuhr er eher auf der Lovers- Rock- Schiene und widmete mehrer Lieder seiner Mama. Was einen fertig gemacht hat, war der exzessive Gebrauch des Anspielens und das nach 5-6 Sekunden eintretende Aussetzen der Lieder. Gepaart mit den „Booya“, den „More fire“ Rufen und durch die andauernden Unterbrechungen wurde man die Energie, die man unbedingt rauslassen wollte, nicht los. Man ging halb elektrisiert und nicht richtig ausgetanzt nach Hause.

Es gab einige richtige Höhepunkte, die das Publikum ausflippen ließ, aber leider zu wenige. Bei dem hochkarätigen Line- Up wäre mehr zu erwarten gewesen.

 

 

Autor:
Alina Rodenkirchen
Photos:
Pressefreigaben


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