Die Vorband "Pepper" aus Hawaii beginnen um 20:30 zu spielen. Sie sind super energisch, gut gelaunt und fühlen sich wahrscheinlich sehr wohl auf der Bühne. In Hawaii ist es an diesem Tag bestimmt wärmer als in Deutschland, aber es ist außer des Drummers für die Bandmitglieder anscheinend trotzdem heiß genug in der Live Music Hall, da sie kein Bedürfnis haben, ihre T-shirts anzubehalten. Keine Ahnung, wie viele Lieder sie gespielt haben, denn der Rhythmus ändert sich so stark, dass man die einzelnen Lieder nicht voneinander unterscheiden kann. Die Live Music Hall wird langsam voller und das Publikum scheint mit „Pepper“ zufrieden zu sein. Fast eine Stunde spielen sie ihre Ska/Reggae-Songs, bis sie dann zum Abschluss ca. 10 Sekunden ihre Cover-Version von Blurs "Song 2" spielen.
Nach einer halben Stunde kommen Mad Caddies auf die Bühne. Man merkt es ihnen irgendwie an, dass sie aus Kalifornien kommen. Die Stimmung ist super, alle sind am hüpfen; wie immer besonders diejenigen, die vorne stehen. Sänger Chuck Robertson spricht nicht viel mit dem Publikum und Mad Caddies spielen einen Song nach dem anderen. "This song is dedicated to our friends from Hawaii" sagt Chuck und "Riding for a Fall" aus ihrem aktuellen Album "Keep it going" wird für “Pepper” gespielt. Ein eher langsames, sentimentales Lied. Aus dem neuen Album spielen sie auch andere Lieder wie "Backyard" oder „State of Mind“, aber auch richtig alte Lieder wie „Monkeys“ aus dem Jahr 1998 und „Polyester Khakis“ aus dem Jahr 1997 dürfen heute nicht fehlen. Aus der vorletzten Platte „Just One More“ wird der Song „Last Breath“ gespielt. Trotz der vielen Alben sind die neuen Songs super. Anscheinend gibt es doch Bands, die es schaffen, in ihrer langen Karriere nicht an Talent zu verlieren. Langsam wird Chuck gesprächiger und bedankt sich bei dem Publikum für die ganze Unterstützung seit all den Jahren. Irgendwann sagt er, dass es eine verdammt große Ehre ist, heute Abend hier zu spielen. Nach fast 20 Songs gehen sie, kommen aber ein Paar Minuten später wieder und spielen zwei weitere Lieder. Als sie für die Zugabe zurückkommen, sagt Chuck: „Cologne, Prost!“ und hebt dabei sein Bier hoch. Um 23:15 ist das Konzert zu Ende, schade.