Der Schlachthof in Wiesbaden war am 27. Januar 2007 eine würdige Kulisse für die derzeit wohl bekannteste Metal-Core Band aus den USA: Killswitch Engage. Mit dabei als Vorbands waren Bring me the Horizont und The Haunted.
Um 19 Uhr fing bereits die erste Gruppe des Abends an zu spielen: Bring me the Horizont. Auch wenn sie alle eher nach Studenten als nach einer Metalband aussahen, so zeigten sie doch recht schnell, dass sie nicht so harmlos waren wie man auf den ersten Blick wohl vermutet hätte.Bereits zum zweiten Lied ging es in einem Circelpit ordentlich rund.
Nach gut einer halben Stunde war die Menge dann heiß und The Haunted kamen nach einer kurzen Umbaupause zum Zuge. Im Gegensatz zur ersten Band sahen sie wie waschechte Metaler aus: der Frontman Peter Dolving sah mit seiner Glatze und seinen vielen Tattoos schon etwas gefährlich aus. Auch die Musik wurde nun etwas brachialer, dem Publikum wurde Melodic Death Metal vom Feinsten geboten: Sowohl die Growls als auch der reine fast schon melodiöse Gesang kamen nahezu perfekt rüber.
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Die Menge war schon bei bester Laune, als dann um 21 Uhr endlich das Highlight des Abends kam: Killswitch Engage. Leider ohne den Gitarristen und Backgroundsänger Adam Dutkiewicz, der sich am Rücken verletzt hatte und daher für die komplette Tour ausfiehl, doch mit Peter Wichers (Ex-Soilwork) wurde ein würdiger Ersatz gefunden. Direkt mit dem ersten Lied (A bid Farewell) wurden alle evtuellen Zweifel wortwörtlich weggefegt, Killswitch ohne Adam wäre nur halb so gut, denn was die Band hier ablieferte war wirklich große Klasse. Nicht nur das Publikum hatte seinen Spaß, auch auf der Bühne ging es recht lustig zu, so war es keine Seltenheit, wenn irgendwelche Leute mit Wrestlingmasken herumliefen oder Songtexte kurzerhand geändert wurden (“To the grave we take this beer”).
Gespielt wurden viele Lieder von dem dritten Album, zum Beispiel “Rose of Sharyn” oder “End of Heartache”, bei diesem Lied lud Howard Jones die zahlreichen Crowd-Surfer ein zu ihm zu kommen und Hallo zu sagen. Doch auch die Songs des neuen Albums (z.B.: “For You”, “Daylight Dies” und “My Curse”) kamen sehr gut an. Schade nur, dass nach einer Stunde alles schon wieder vorbei war, doch es gab noch “My last Serenade” von der “Alive or just Breathing” als Zugabe.
Auch wenn Killswitch, durch Adams Ausfall, mit einer Stunde sicherlich nicht allzulange gespielt hatte, so hat es sich dennoch gelohnt, denn es war nicht nur ein klasse Konzert vom musikalischen Standpunkt aus betrachtet, sondern auch die diversen Gags und Zwischenansagen taten ihren Teil zu einem unvergesslichen Konzerterlebniss.