Was war los im Palladium? Dass hier kein normales Rockkonzert stattfand, war an den anwesenden Fans schnell zu erkennen. Erstaunlich jung, erstaunlich weiblich und erstaunlich gestyled waren die Horden in einer von Kölns größten Konzerthallen. Dazwischen das eine oder andere japanische Gesicht, denn beim J-Shock Festival sollten ausschließlich japanische Band antreten. Die musikalische Bandbreite reichte davon von waschechtem Rock'n'Roll bei den bereits deutschland-erprobten "Guitar Wolf" bis zu einem Mix aus Pop, Rock und Manga bei "An Cafe".
Als die erste Band "Guitar Wolf" (aktuelles Album "Love Rock") pünktlich um 17:15 Uhr die Bühne betrat, war es noch recht leer im Palladium. Auch die Stimmung war im jungen Publikum, in dem sich so einige ihren Style aus Mangas abgeguckt hatten, noch recht verhalten. Trotz gnadenloser und berüchtigter Show, bei der auch ein Mädel die Gitarre von Sänger Seiji übernehmen durfte.
Danach ging es mit "bis" („believe in style“) weiter und das Kreischkonzert in den ersten Reihen wäre bestimmt auch bei einem Tokio Hotel Konzert nicht viel lauter gewesen. Musikalisch zeigte sich die Band mit ihrem "Free Style Rock" nicht gerade kreativ, dafür aber eingängig. Die Menge konnte mitsingen und die Show ging heute Abend über alles.
Bei "girugämesh" sollte es noch etwas dunkler und goth-rockiger werden. Man könnte fast von Metal sprechen. Es war einer der ersten Auftritte der Band außerhalb von Japan. Das Debütalbum "13’s reborn“ erschien kürzlich.
Beim Headliner "An Cafe" mit Sänger Miku setzte sich dann der J-Pop durch. Es war zweifelsohne ein Erlebnis dieses Japan-Festival. Musikalisch nicht wirklich bemerkenswert, aber dafür gab es viel zu sehen. Und eine Show, bei der keine deutsche Band mithalten kann. Mehr Infos zu japanischen Bands, Mangas und Conventions gibts unter www.gan-shin.de und www.animania.de.