Ein langer Abend im Zeichen der elektronischen Musik sollte es werden: Im Rahmen der “British Music Week” spielten an diesem Dienstag I AM X als Hauptact und mit Levelload und Sohodolls gab es diesmal gleich zwei Vorgruppen: Recht kurz war der Auftritt von Levelload. Das Duo machte pünktlich um 21 Uhr den Anfang und spielte eine Mischung aus Punk und Elektro, was beim Publikum, das größtenteils in schwarz gekleidet war, nur mäßig gut ankam. Wenige Leute hatten Interesse an dem Auftritt. Diejenigen, die sich die Band doch angesehen haben, standen ziemlich steif rum oder wirkten gelangweilt. Nach nur einer halben Stunde verließen Levelload die Bühne.
Bei den Sohodolls aus London fiel die Resonanz positiver aus. Der eingängige Elektropop mit der glockenhellen Stimme von Sängerin Maya veranlasste viel mehr Menschen zum Mitwippen. Die Bandmitglieder, die sehr jung aussehen, plauderten munter mit dem Publikum und nuschelten sogar einige Wörter auf deutsch. Bei der Frage, welche deutsche Band denn für eine German Music Week in London geeignet sei, schallte es einstimmig “Beatsteaks” aus dem Publikum. Die Sohodolls spielten noch einige Zugaben, bis sie sich verabschiedeten...
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Nun hieß es warten: Während die Bühne umgebaut wurde, füllte sich die bis dahin ziemlich leer gebliebene Halle mit noch mehr Menschen im Grufti - Outfit. Um 23 Uhr betrat dann endlich der Hauptact Chris Corner alias “I AM X” die Bühne. Das ehemalige Mitglied der “Sneaker Pimps” startete mit Vollgas in eine wilde, energiegeladene Show, die keine Zeit zum Luftholen ließ. Bei den stampfenden Electrobeats zuckte die ganze Menge mit und als die ersten Takte von “Nightlife” zu hören waren, gab es im Publikum kein Halten mehr. Auch die Band ging richtig ab und headbangte zur eigenen Musik, dazu passten bizarre Leinwandprojektionen. Der düstere Sänger erschien diesmal ohne schwarz - gelbe Schminke, wie von den Pressefotos zu erwarten wäre, dafür aber in einem extravaganten Outfit mit überdimensionalem Zylinder. Insgesamt ein gelungener Auftritt. Schade nur, dass die schöne Stimme des Sängers in den Electroklängen etwas unterging. Mir persönlich war das Technogewummer auf Dauer dann auch zu anstrengend, Fans dieser Musikrichtung kamen bei diesem Konzert aber voll auf ihre Kosten.