Am Abend des 4. April 2007 kehrten die Beatsteaks in ihre selbsternannte Zweitheimat Köln zurück, um eines der ersten Konzerte nach Veröffentlichung ihres neuen Albums "Limbo Messiah" zu spielen. Doch trotz langer Abstinenz hat die sympathische Kapelle aus Berlin keineswegs an Live-Qualitäten verloren.
Im Rahmen eines vom Sender 1Live veranstalteten exklusiven Radiokonzertes, öffnete das Gloria in Köln seine Tore am vergangenen Mittwoch nur ausgewählten Gewinnern der heißbegehrten Tickets. Zu Kaufen gab es keine. Vor einem für die Beatsteaks außergewöhnlich kleinen Publikum von 800 Leuten startete die Veranstaltung dann gegen 20 Uhr mit Claus Grabke im Vorprogramm. Um kurz nach neun durften die begeisterten Fans dann endlich die Hauptdarsteller des Abends auf der Bühne begrüßen. Wie gewohnt gut gelaunt und mit einer deftigen Portion Rock stieg man, begleitet vom euphorischen "Nanananana" der Fans, mit dem neuen Dauerbrenner "Jane became insane" sofort in einen vielversprechenden Abend ein. Doch es gab nicht nur Songs von der neuen Platte zu hören, auch Klassiker wie "Shiny Shoes", "Schlecht" oder "I don’t care as long as you sing" wurden zum Besten gegeben.
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Oft als eine der besten Live-Bands Deutschlands bezeichnet, konnte man sich nun selbst davon überzeugen wie einzigartige jede Show der Beatsteaks doch ist. Da darf mit einem verstimmten Bass auch mal gepatzt werden, denn schließlich macht dies eine Band doch erst sympathisch. Kleinere Showeinlagen zwischen den Songs und das Einbeziehen des Publikums sind nur zwei der zahlreichen Stärken dieser fünf Herren. Und wenn man sich genau umschaute, dann entdeckte man unter den Zuschauern auch drei wohlbekannte Gesichter. Denn auch Breiti, Andi und Vom von den Toten Hosen ließen sich dieses Konzert nicht entgehen.
Obwohl 1Live die Übertragung um 22 Uhr beendete, wurde im Gloria weiter gerockt. Auf lautstarkes Verlangen der Fans gab es noch zwei Zugaben, so dass das Konzert 30 Minuten länger dauerte als geplant. Doch nachdem das Publikum Drummer Thomas mehr als ein Geburtstagsständchen gesungen hatte, Frontmann Arnim einen Stagedive von der seitlichen Theke in die Menge gemacht hatte und sich der komplette Saal einmal auf den Boden hockte um gleich darauf zu "Let me in" schreiend wieder aufzustehen, musste auch dieses Konzert irgendwann enden. Gegen halb elf verabschiedete sich die Band dann endgültig vom Kölner Publikum. Aber nicht ohne zu versprechen dieses Jahr im Oktober noch einmal wieder zu kommen.