Mitten in Deutz erhebt sich eine disneyhafte, afrikanische Plastikwelt. Man wird mit etwas schwerem Räucherstäbchen- und Essensgeruch empfangen.
Ist man erst in dieser riesigen Zeltstadt, entdeckt man in der Dekoration viel Liebe zum Detail.
Das komplett mit Teppichen ausgelegte Zelt, lässt einen in eine andere Welt eintauchen. Im Foyer hängen riesige, kunstvoll aus altem Plastikabfall gestaltet Kronleuchter, die wie eine Mahnung über den Besuchern schweben. Die verschiedensten kleineren Zelte geben Raum für Information über Afrika und unterschiedlichste Projekte.
Die Show ist eine einzigartige, turbulente Angelegenheit, die nicht nur Spaß, sondern auch Spannung garantiert. Akrobatik, wirbelnde Tanzgruppen, liebevolle Kostüme und eine hervorragende Liveband lassen den Abend zu einem perfekten Spektakel werden.
Spinnenmensch und Schlangenfrau verdrehen, verknoten und verrenken ihre Körper in die unglaublichsten Position, sodass man anzweifeln sollte, ob überhaupt Knochen in diesen Körpern vorhanden sind. Betrachtet man einen ganz normalen Tennisschläger und stellt man sich einen ausgewachsenen Mann vor, der durch diesen Schläger sich winden soll, hält man das für ganz unmöglich- doch es geht. Ohne Zaubertricks, aber mit verdrehten Gliedmaßen wurschtelt sich der Spinnenmensch durch diesen kleinen Rahmen. Gefolgt wurde dies unglaubliche Show mit einer wahnsinnigen Tanzeinlage. Der Zuschauer ist total überfordert. Wohin soll man schauen? Akrobatische Einlagen, wirbelnde Tanzgruppen und stimmgewaltige Sänger wechseln sich in einem rasanten Tempo ab. Der nächste Artist wickelt sich mit eigener Körperkraft in dicke Seile ein und vollzieht eine atemberaubende Präsentation in schwindelerregender Höhe- wohlgemerkt ohne Netz.
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Man hält den Atem an und hört nur erstickte Schreie, als er sich aus dieser Höhe in den freien Fall begibt und sich erst in allerletzter Sekunde auffängt. Ein Jongleur mit nachher 8 Bällen, sowie eine super Breakdance Show runden den ersten Teil ab.
Nach der Pause geht es mit Akrobatik an Stangen und Menschenpyramiden weiter. Muskulöse Männer klettern an glatten Stangen hoch, als wären dort Trittleitern. Zu Shakiras „Ojos así“ stürzen sie sich kopfüber die Stangen hinunter und halten erst kurz vor dem Boden an. Eiskalt läuft es einem den Rücken runter, als die Männer in Gruppen aufeinander klettern und es so aussieht, als ob sie wanken würden. Die schweißnassen Hände krallen sich zusammen und die Menschentürme kippen um. Man hatte das Bedürfnis aufzuspringen und ist erleichtert, dass doch alles einstudiert und gut gegangen ist.
Zwei kleine zierliche Frauen spielten mit dem Feuer und drehten riesige Krüge, in die sie selbst wahrscheinlich zwei mal gepasst hätten, in einem enormen Tempo auf ihren Füßen. Die lustigste Einlage war der Basketball- Einrad- Hüpfseil- Teil. Der Tellerdrehende und Wasserspuckende war auch ein Hingucker. Man fragt sich doch, wo er die Wasserreserven in seinem Körper lagert, die er auf Befehl literweise ausspucken kann.. Wunderschöne und lustige Kostüme der typischen Tiere aus Afrika wurden vorgeführt und die überragende Sängerin schmetterte zum Abschied noch ein Lied.
Wer diesen Zirkus verpasst, ist selbst schuld. Zwar sind die Verzehrpreise erstaunlich, die Künstler dafür aber überragend und entschädigen. Diese farbenfrohe Zirkusshow garantiert Zufriedenheit und einen tollen und unvergesslichen Abend.