Von der Freundin überredet und dennoch nichts bereut, so könnte man den Abend auf die Schnelle zusammenfassen. Watt’n Rave wäre die zweite Möglichkeit. Auf jeden Fall war keiner mit diesen 2 Stunden unglücklich, als nach der dritten Zugabe auch endgültig Ende war.
Das Docks war angenehm gefüllt mit den sogenannten „angenehmen“ Menschen und vielen weiblichen Wesen und den unvermeidlichen Pärchen. Berlin Mitte im Haus also für diesen Abend und angeblich würde jetzt Musik voller 80er Jahre Reminiszenzen kommen – so spricht zumindest die Mehrheit, wenn die Alben von Inga und Tommi besprochen werden. Ich kannte bislang nur die ein oder andere Single und das nicht-elektronische „Melancholisch Schön“, weshalb ich das gar nicht nachvollziehen konnte. Von den Singles war ich auch nur mäßig begeistert, was die eingangs erwähnte Tatsache erklärt. Die meisten Anwesenden waren da aber anderer Meinung, es war von Anfang an ein Siegeszug des Duos. Dies wird dann auch mit großer Wahrscheinlichkeit bald auf irgend einer DVD zu sehen sein, ich glaube kaum, dass diese Stimmung nicht verbraten wird. Nun aber zur Musik: Rave! Alles weiche und alles 80er wurde zurückgefahren und der Beat dominierte. So machte das richtig Spaß und nach dem ersten Schock darüber waren das Tanzen und Kopfnicken die einzig logische Folge. So war es nichts mit der Lounge-Version von „Sexy Girl“, keine Chance für ein sehnsüchtiges „Nimm mich Mit“ – was zählte war der Groove. Von hier ein: Warum nicht auch auf den Alben so?!?!? Nach den ersten beiden Zugaben war dann gen Ende immer noch nicht genug und der Jubel war überzeugend genug, die Band doch noch hervorzulocken. Es folgte dann allerdings eine der raren ruhigen Nummern und das Publikum hatte ein Einsehen, es war genug für heute!