Empfohlen hatten die Veranstalter bei der Premiere des Open Source Festivals frühzeitig zu kommen, um Wartezeiten am Eingang zu vermeiden; eine bessere Empfehlung wären allerdings Regenschirme gewesen. Und das war wirklich schade, denn beim Open Source war alles auf Sonne ausgerichtet: das Strandbad Lörick, mitten im Grünen am Rand von Düsseldorf, eine eigentlich idyllische Location.
Die ersten Acts am Nachmittag fielen so mehr oder weniger ins Wasser. Jake the Rapper auf der großen Bühne oder Rhythm & Sound feat Tikiman auf der kleinen Bühne. Schutz vor den Wassermassen gab es nur im Café del Sol, einem wirklich netten Rundbau mit Dachterrasse, Garten und Sitzsäcken. Dort standen unter anderem Andrew Pekler und Static auf der Liste, Jan Jelinek war erkrankt und hatte deshalb abgesagt.
Gegen 18 Uhr hörte der Regen endlich auf. Und so wurde es zu Mouse on Mars auf der Hauptbühne auch endlich mal voll. Trotzdem, ein Massenfestival war das Open Source keineswegs. Entsprechend war auch das Drumherum, ein Stand mit Asia Food, einer mit Pommes für 1,50 Euro und Wurst. Die 3000 erwarteten Besucher waren wohl (wegen dem Wetter) nicht gekommen. Ausverkauft waren nur die limitierten Tag+Nacht Tickets mit Einlass für die Party ab 22 Uhr im Café del Sol.
Zuvor fand das Festival mit Egoexpress und den heute überragenden Zoot Woman einen würdigen Abschluss. Auf der kleinen Bühne gab es derweil Drum'n'Bass von den Phoneheads. In der Nacht sollte es dann noch richtig voll werden, im Café del Sol herrschte auf allen Etagen dichtes Gedränge. Und das lag sicherlich auch daran, dass DJ Koze fast fünf Stunden lang auflegte. Hoffen wir auf ein Open Source 07 mit ganz viel Sonne.