Eins ist klar, die Zeiten von "Let's Talk About Feelings" sind vorbei, aber dennoch, auch wenn das neue Lagwagon Album "Resolve" nicht zum Megaseller geworden ist, die Fans strömen in Massen zu den Konzerten der Band aus California.
So war dann auch das Konzert in der Kölner Live Music Hall ausverkauft und alle ohne Ticket mussten wieder abreisen. Zu früher Stunde, gegen 19 Uhr, war es allerdings noch nicht voll vor den Toren der Halle. Bei der Kälte die draußen herrschte war es allerdings auch kein Wunder, dass niemand Lust auf langes Anstehen hatte.
Den ersten Slot im Vorprogramm hatten Sub Simplex aus Düsseldorf ergattert. Die Band ist schon seit 1998 aktiv und macht so etwas wie Punk mit Emo Touch. Großartig in Erscheinung getreten ist das Quartett überregional bislang allerdings noch nicht. Der heutige Auftritt war solide, löste aber auch keine euphorischen Reaktionen beim Publikum aus.
Höher gehandelt werden da schon A Wilhelm Scream, auch wenn man sich schon ein wenig wunderte, dass Lagwagon sich für eine Band als Support entschieden hatten, die eher das Hardcore Genre innerhalb des Punks bedienen. Mit dabei hatten A Wilhelm Scream, die bei Nitro Records aus Huntington Beach, California, unter Vertrag stehen, ihr aktuelles Album "Ruiner", mit dem sie ihr 35 Minuten Set bestritten.
Kurz vor 22 Uhr, etwas früher als erwartet, legten dann Lagwagon los, mit alten Hits wie "Violins" und "Sleep" aber auch mit vielen Stücken vom neuen Album "Resolve", die nicht weniger Abgehqualitäten besitzen. "Heartbreaking Music" machte den Anfang und es war wirklich "heartbreaking", wie in alten Zeiten. Da war nichts davon zu spüren, dass Joey Cape und seine Mannen nicht mehr zu den jüngsten zählen. Zumindest noch nicht, wenige Tage später musste Joey das Konzert in Dresden wegen Stimmproblemen absagen. Zum ersten Mal in seiner Karriere.