Lange mussten die Fans warten. Warten darauf, eine Gruppe live zu erleben, die wie keine zweite für Oldschool-Rap, Spaß und Credibility steht. Gelitten hat das Image von Jurassic 5 auch durch das neue, vierte Album "Feedback" kaum, das durch Features wie mit der Dave Matthews Band nicht bei allen Fans gut ankam.
So war die Live Music Hall dann richtig gut gefüllt, als Dead Celebrity Status am Sonntagabend den Anfang machten. Die Kanadier sind hierzulande eine unbekannte Größe, die Rapper Yas Taalat und Bobby McIntosh hatten aber mit dem 1988 gegründeten Project Wyze schon einigen Erfolg im Rapmetal Bereich. Zusammen mit DJ Dopey, dem 2003 DMC World Champion, haben sie jetzt Dead Celebrity Status gegründet und ein erstes Album namens "Blood Music" eingespielt. Ihre Rapmetal-Wurzeln sind auch hier unverkennbar, denn die Gäste auf dem Album heißen Dave Navarro, Twiggy Ramirez, Joss Stone, Bif Naked oder DJ Lethal. Bei der HipHop-Crowd am heutigen Abend kamen Dead Celebrity Status mit ihrer offenen Art, und der engagierten und sehr bewegungsfreudigen Show sehr gut an. Dazu trug auch die packende Soloperformance von DJ Dopey bei.
Dann kamen sie einer nach dem anderen auf die Bühne: DJ Nu-Mark, Chali 2na, Akil, Zaakir aka Soup und Mark 7even. Das Publikum hatte auf diesen Moment gewartet und ging direkt vom ersten Moment an steil. Alle Hände waren in der Luft, die ersten Reihen sprangen um die Wette. J5 taten ihr übriges, die Fans zum mitmachen zu animieren. Ehrlich: So viel Party gibt es nur bei wenigen HipHop-Konzerten, ganz wenigen. Vor allem die Tatsache, dass J5 viele Songs von den alten Alben wie "The Jurassic 5 LP" und "Quality Control" spielten, dürfte viele gefreut haben. Eine Show mit so viel Power, Energie, Begeisterung, Bewegung und Spaß am Rap gab es lange nicht mehr zu sehen. Den Unterschied machen J5: sie waren alle mit vollem Einsatz und voller Seele dabei, das war zu merken. Die Fans dankten es ihnen.