Zu dem Auftritt von „Fury in the Slaughterhouse“ lässt sich vor allem eins sagen: Großartiges Entertainment. Der Abend hatte alles, was ein gutes Konzert ausmacht: Eine gut gelaunte Band, tolle Songs, begeistertes Publikum.
Den Anfang machte pünktlich um acht Uhr Singer / Songwriter Ben Hamilton, der ein paar Songs aus seinem neuen, selbstbetitelten Album zum Besten gab. Die melancholischen Lieder in Verbindung mit seiner rauchigen Stimme kamen bei den Leuten ganz gut an. Er legte sich in punkto Werbung in Eigensache auch richtig ins Zeug und verkaufte nach dem Konzert sogar seine Platte am Ausgang selbst oder unterschrieb Autogrammkarten.
Als dann der Hauptact die Bühne betrat, ging es stimmungsmäßig richtig los. Es gab eine Mischung aus alten und neuen Songs, neben dem locker-flockigen „homesick“ oder dem gitarrenlastigen „wasted“ aus dem aktuellen Album „Every heart is a revolutionary cell“ wurden auch ältere Hits wie „Are you real“ gespielt. Neben melodischen Rock-Hymnen mit tiefen Basslinien spielte die Band, die nächstes Jahr 20 Jahre existiert, auch eher punkige Nummern und das Cover von „Time to wonder“. In der kleinen, gemütlichen Halle kam der Dialog mit dem Publikum besser zustande als in einer großen Arena. Sänger Kai Wingenfelder erzählte beim Song „Tinkerbell“ nette Anekdoten zu Paris Hiltons Hund oder versuchte die Fans bei „homesick“ von der schönen Stadt Gütersloh zu überzeugen. Das Publikum sang in der ausverkauften Halle bei einigen Liedern lautstark mit und irgendwann waren beim kollektiven Armeschwingen alle Hände in der Luft. Schließlich gab es noch mehrere Zugaben, wobei die Fans wieder zum Mitsingen animiert wurden. Nach zwei Stunden endete der Abend. Als Schlusswort eignet sich ein Zitat des Sängers: „Ganz großes Kino“