Curse ist einer der wenigen Rapper in Deutschland, der seit Jahren durch qualitativ hochwertige Releases auf sich aufmerksam macht. Seit Ende November 2005 steht sein viertes Album „Sinnflut“ in den Plattenläden und Onlinestores des Landes. Ein sehr individuelles und vor allem reales Album.
Zu jedem Album gibt es meist auch eine Tour und so besuchte Curse Anfang des Jahres einige Städte quer durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dabei waren, wie auf fast allen Touren der letzten Jahre Reno und eine tolle Live-Band, sowie natürlich Kool DJ GQ.
Das Warmup der Centralstation übernahm Reno, der erst 15 Minuten vor seinem eigentlichem Auftritt in Darmstadt angekommen war, was man ihm glücklicherweise nicht angemerkt hat. Etwas ungewohnt war es schon, dass Germany nicht an seiner Seite war, aber Reno hat das Publikum trotzdem toll im Griff gehabt und letztendlich in sein Bann gezogen. Spätestens bei „Airforce1“ hat auch der letzte im Saal Party gemacht. Sehr nice und man darf also extremst gespannt aufs neue Album sein. Nach einer kurzen Pause begann die Show des Headliners. Die ersten 45 Minuten widmete sich Curse seinem neuen Album und stellte einige Songs daraus vor. In den zweiten 45 Minuten wurden Songs aus den letzten drei Alben reflektiert. Egal ob neu oder alt, das Publikum ist super mit den Tracks mitgegangen, denn Curse bringt eine sehr herzliche und trotzdem ernste und auch wiederum spassige Message rüber. Man merkt einfach, dass da jemand 150% hinter dem steht was er sagt und es liebt sein Verständnis von Rapmusik zu repräsentieren.
Obwohl die Live-Band ein wichtiges Element auf jeder Curse-Tour ist, bekam auch Kool DJ GQ genügend Aufmerksamkeit und unterstützte Curse mit Beats und einigen Scratcheinlagen aus seinem Powerbook. Das finde ich persönlich immer wieder gut, wenn DJs sich mit allen neuen technischen Möglichkeiten auseinandersetzen und sie auch benutzen. Alles in allem war es ein tolles – typisches Curse-Konzert in der Darmstädter Centralstation. Die Musiker haben alle eine super Show abgeliefert und das Publikum war auch top. Curse ist immer wieder ein Live-Konzert wert. „Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn“, wie er selbst es so schön sagt. Und wir lieben ihn.