Nach 6-jähriger „Kreativpause“ ist die Skandalband aus Amerika, die jeder seit ihrem 99’er Hit „The Bad Touch“ kennen müsste, zurück. Und das erfolgreich!
Auf ihrem Konzert am 04.03.06 in Differdange/Luxemburg heizten zwei Vorbands das Publikum richtig auf und verkürzten somit die Wartezeit auf die vorhergesagte exzessive Liveshow der Extraklasse.
Um ziemlich genau 21.40h traten die fünf Jungs inklusive kistenweise vorgeformter Schneebälle auf die Bühne und starteten eine riesige Schneeballschlacht. Dem Publikum tat die Kälte nur gut, da die Halle rockte…
Richtig heiß wurde es den weiblichen Zuschauern dann spätestens, als Bassist Hasslehoff sein Tanktop und seine Shorts von sich riss um diese ins Publikum zu schmeißen (wie gesagt, es liegt auf einem Bloodhound Gang Konzert durchaus im Bereich des Möglichen mit Gegenständen beworfen und/oder Zeuge einer Stripshow zu werden).
Stichwort Jägermeister: Dieses Kräutergebräu scheinen die Ami-Boys wohl zu saufen, als wäre es Wasser. So kommt es schon mal vor, dass die Bandmitglieder sich einen Trichterschlauch zwischen die Lippen klemmen, um eine große Flasche von dem Zeug zu pumpen. Na dann mal Prost!
Dafür, dass die Band sich 1993 eigentlich aus vier Teens gründete, die Depeche Mode Lieder coverten, reagierte Hasslehoff schon fast allergisch darauf als Sänger Jimmy Pop anfing ein Depeche Mode Liedchen hinzuschmettern und pinkelte ihn kurzerhand an.
Nach kurzer Verschnaufpause ging’s dann nicht weniger feurig weiter als zuvor. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Fackel an den Bass geklemmt spukte Hasslehoff während eines Liedes Feuer über die Bühne – was für ein Liveact…
Ziemlich überrascht waren die Fans wohl als die Band nach ihrem Klassiker „Fire Water Burn“ ganz plötzlich und ohne große Verabschiedung von der Bühne verschwanden.
Die Bloodhound Gang schaffte es die Leute mit ihren neuen Hits wie „Foxtrot Uniform, Charlie Kilo“ und „Uhn Tiss Uhn Tiss Uhn Tiss“ aber auch mit vielen ihrer älteren Lieder wie „Ballad Of Chasey Lain“ und „ Along Comes Mary“ zu begeistern. Tolles Konzert – Danke Jungs!