Angefangen hatte es am Nachmittag mit einer Autogrammstunde der vier Kanadier im Media Markt in Trier. Ein Auflauf von ca. 100 Leuten überwiegend jüngeren Alters tummelten sich um den Tisch, an dem die vier Shooting-Stars CDs, Poster und anderes signierten. Dort ging es noch relativ friedlich zu. Der Reihe nach ging jeder ohne großes Gedränge an dem Tisch vorbei und holte sich sein Autogramm ab.
Anders beim Konzert am Abend in der Europahalle. Den Anfang machten Reuben. Bei den drei Engländern, die die Band 1998 gegründet haben, ging es noch verhältnismäßig zivilisiert zur Sache. Die Band präsentierte ihr zweites Album „Very Fast Very Dangerous“, das im letzten Jahr erschienen war. Die Single "Keep it to Yourself" erreicht Platz 62 der Charts in UK. Für Reuben war es der erste Besuch auf dem europäischen Festland.
Bei Billy Talent ging es dann aber richtig zur Sache. Gleich während des ersten Songs entstand in der Menge ein solches Gedränge, dass die Absperrungen zum Graben von den Fans in Richtung Bühne gedrückt wurden. Kein ungefährlicher Umstand für die ganzen jungen Mädels in der ersten Reihe. Mit Songs wie „Devil in a Midnight Mass“ oder „Red Flag“ vom neuen Album „Billy Talent II“ brachten Billy Talent die Leute vollkommen in Rage. Die ganze Menge drückte nach vorne oder sprang wild umher. Auch die Crowd Surfer kamen an diesem Abend nicht zu kurz. Doch an der Bühne war die Reise auf den Händen der Fans dann wieder zu Ende. Die Security ließ keine Spielchen zu. Für die meisten Fans war der Abend zwar sehr schweißtreibend, aber auch verdammt geil.