The Wright Thing sind ein Projekt, das Keyboarder Jason Wright und Saxofonist Ian Fullwood vor über zehn Jahren ins Leben riefen. Seit dieser Zeit ist die Truppe in wechselnder personeller Besetzung und unterschiedlicher Bandgröße (von Duo bis Big Band) bei diversen Veranstaltungen zu sehen. Musikalisch bringen The Wright Thing Songs solch unterschiedlicher Bereiche wie Rock, HipHop, Raggae und vieles mehr zu Gehör. Jeden ersten Mittwoch im Monat treten die Musiker im Circus Maximus in Koblenz auf.
Direkt beim Betreten der Katakomben des Circus ist zu sehen: The Wright Thing spielen an diesem April-Mittwoch in mittelgroßer Besetzung. Das heißt: Sängerin und Sänger, Saxofonist, Gitarrist, Keyboarder und Drummer. Wobei die beiden Musiker am Mikrofon abwechselnd singen und nur wenige Duette zum Besten geben.
Musikalisch präsentieren sich The Wright Thing dann auch tatsächlich so vielfältig wie angekündigt: Songs zwischen Classic Rock, Pop, Funk, Soul, R&B, HipHop, Raggae und vor allem Ska wechseln sich ab. Das funktioniert wider erwarten sehr gut, denn eines haben alle Songs gemeinsam: Sie laden zum mitsingen und –tanzen geradezu ein. Und davon machen auch die anwesenden Zuhörer im gut gefüllten Circus Maximus reichlich Gebrauch. Besonders Sängerin Steffi geht immer wieder auf die Menge vor der Bühne ein, fordert zum Mitklatschen auf - und findet Gehör. Das führt zu einer tollen, mitreißenden Atmosphäre, die aber jederzeit entspannt ist, denn wirklich gerockt wird nur wenig.
Besonders auffällig ist dabei, dass alle Beteiligten wirklich Ausnahmemusiker sind. Das fängt bei den sehr variablen Gesangsleistungen der beiden Fronter am Mikrofon an und setzt sich durch die ganze Band hindurch fort. Herausragende Leistungen bringen an diesem Abend vor allem Gitarrist Alex Auer mit irrsinnigen Soli und tollen Tappings sowie Drummer Moritz Müller. Das junge Nachwuchstalent streut an mehreren Stellen des Konzerts wahnwitzige mehrminütige Soli ein, die selbst internationalen Stardrummern wie Mike Terrana oder Dave Lombardo zu aller Ehre gereicht hätten.
Nach schweißtreibenden zweieinhalb Stunden Konzert bleibt ein überaus positiver Eindruck zurück. Und die Erkenntnis, dass The Wright Thing besonders gut in einem recht kleinen Club wie eben dem Circus Maximus funktionieren, wenn in der sprichwörtlich schweißtreibenden Enge eine wunderbar mitreißende Atmosphäre entsteht.