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Infos Live: Splash! 2005 Neu


05. - 07.08.2005
Stausee Oberrabenstein
Chemnitz

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Das Line-up des diesjährigen Splash Festivals in Chemnitz liess wieder viele HipHop-Herzen höher schlagen. NAS konnte als Headliner für den Samstag Abend gewonnen werden, sowie Kool Savas als einer DER deutschen Rapper. Freitags glänzte das Line-Up mit Seeed und Dilated People. Und der Sonntag war etwas grooviger und smoother angehaucht, mit Acts, wie Söhne Mannheims, Curse oder Gentleman. Ausserdem gab es noch einige kleinere Bühnen und interessante Zelte, mit unterschiedlichen Line-Ups und Themen.

Der Freitag Nachmittag begann mit herrlichen Sonnenstrahlen und perfektem Wetter zum Zeltaufbau. Der ganze Zeltplatz war in reger Aufruhr und die Sonne schien angenehm auf der Haut. Ich glaube, beim ersten Mal Splash spürt man diesen Vibe besonders intensiv!

Nachdem alles Organisatorische erledigt war, war ein erster Rundgang übers Gelände absolutes Muss, um die Lage zu checken. Das erste, was einem beim Betreten des Geländes entgegenkommt sind die vielen Merchandisestände, um sich über die neuesten Trends zu informieren und sich eventuell stylisch neu einzukleiden. Gleich nebenan gab es dann auch die vielen Wände, an denen sich die Sprayer tagsüber austoben konnten.

Das wichtigste am Splash ist natürlich die Hauptbühne. Leider kann ich nicht über alle Acts berichten bzw.hätte noch gerne viel mehr gesehen, aber zeitlich ist es sehr schwer, denn man muss sich schon anstrengen, wenn man so viel wie möglich mitnehmen möchte! Die Hauptbühne hatte das ganze Wochenende durch ein recht interessantes und abwechslungsreiches Line-Up zu bieten. Nachmittags hatten immer die Newcomer Zeit sich zu präsentieren und je später der Abend umso bekannter der Act. Den ersten Act, den ich auf der Hauptbühne mitverfolgen konnte waren die Hamburg Finest mit ihrem Head Samy Deluxe. Samy, der ja ein paar Tage zurvor ein kleines Gastspiel beim ONE-Konzert in Köln gegeben hat, war topfit, um die Massen zu rocken. Zusammen mit Illo wurde eine Stunde lang getanzt, gesungen und Party gemacht.

Ein weiteres Highlight ist naürlich die Mzee.com-Freestylebühne. Dort habe ich am Freitag nicht wirklich interessante Sachen minehmen können. Mr.Long und Frauenarzt waren mir irgendwie zu eintönig - immer das gleiche, aber die Leute sind super drauf abgegangen. Tolle Stimmung.

Das Highlight am Freitag waren natürlich Seeed auf der Hauptbühne, die eine recht bunte und „frohe“ Show lieferten. Das war wirklich ein krönender Abschluss des Abends. Danach wurde noch in den Zelten weitergefeiert, wo für jeden etwas musikalisch dabei war.

Leider hat es die ganze Nacht auf Samstag durchgeregnet, sodass das Festivalgelände am Samstag etwas mitgenommen schien. Der Boden hat den Regen schnell aufgenommen und wurde zu einer matschigen Brühe. Das war eigentlich noch ok, denn ab Samstag Nachmittag schien wieder die Sonne.

Interessant fand ich die Freestylebattles auf der Freestylebühne. Da gibt es ein paar ganz heisse Talente, von denen man vielleicht in ein paar Jahren etwas hören wird. Es war alles natürlich sehr amüsant, aber zwei Jungs haben eine sehr gute Show abgeliefert: Eigener Style und eigener Flow: Shaban und Gier.

Das Lineup auf der Mzee.com-Bühne war am Samstag etwas anspruchsvoller. Ercandize hatte einen kleinen Auftritt, zu dem er DJ Katch mitgenommen hatte. Nennenswert war auch der kleine Auftritt von Jan Delay, der einen Track aus seinem neuen Album zum besten gab. Smexer und Cobra alias High Society lieferten auch eine interessante Performance ab. Highlight für mich an diesem Abend auf dieser Bühne war Prinz Porno. Der Berliner versteht es zwischen alle dem Arschfick-Rap noch Texte mit Leidenschaft und Sinn zu präsentieren. Für mich ganz klar, ein Fall für die Hauptbühne nächstes Jahr!

Die Hauptbühne am Samstag hinterliess ein wenig schlechte Stimmung. NAS war nicht da. Keine Absage. Nix. Der Veranstalter hatte keine Erklärung, aber irgendwie brauchte er die auch nicht, denn man war irgendwie nicht wirklich so überrascht. Wieder ein US-Rapper, der keine Lust auf einen Gig ausserhalb von „Glory America“ hat. Dafür war ein Deuscher der Headliner des diesjährigen Splashs. Bevor Savas als letzter Act am Samstag Abend Party machen durfte waren zuvor „Deine Lieblingsrapper“ Harris und Sido am Start. Beide mit Hut und Feder als Pimp gestylt wollten den Leuten kräftig einheizen, aber leider flogen ein paar Flaschen zu Beginn der Show in Richtung Sido. Nach einer kleinen Unterbrechung konnten beide Ihr Show fortsetzen bzw. richtig losstarten. Sido spaltet sicherlich die Meinungen, aber die Performance war super. Und beim „Arschficksong“ haben dann doch alle mitegrölt.

Last but not least durfte Savas das heilge Feld beschallen. Leider fing es genau zum Beginn seiner Show wieder an zu regnen,was jedoch niemanden wirklich störte. Savas startete gleich mit dem NAS-Intro von seiner John Bello Story. Das sollte sicherlich als Hommage gedacht sein, aber leider war er ja nicht da. Auch egal, denn Savas hat alles weggerockt, was zu rocken war. Weiter ging es mit „40 Bars“, „Untergang“, „LMS“ und viele viele mehr. Leider verging die Zeit viel zu schnell und wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann ist es ganz schön krass, wie viele gute Punchlines und Tracks von Savas bereits releast wurden und ein Ende ist nicht in Sicht.

Samstag Nacht bis Sonntag Mittag hat es ohne Pause durchgeregnet, sodass das ganze Gelände durchnässt war. Sogar kleine Flüsse haben sich ihren Weg zwischen und durch die Zelte geebnet. Ein Grossteil der Leute haben am Sonntag abgebaut und sind heim gefahren. So auch ich, denn durchnässt und bis zu den Knöcheln in Schlamm stehend macht das Festival keinen Spass mehr. Schade, um das tolle Line-up vom Sonntag.

Trotz ungünstigen Wetterbedingungen war das Splash-Festival ein tolles und einmaliges Erlebnis. So abwechslungsreich und konzentriert findet sich für jeden Geschmack etwas Interessantes und ist allemal diese weite Reise wert! Wir sehen uns im nächsten Jahr!

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Autor:
Nicole Wuthe
Photos:
Murat Aslan

Bumbanet Magazine

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