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26.03.2005
Köln
E-Werk

Photogallery Nas


Das einzige Deutschland Konzert von Nas und so oft kommt die New Yorker Raplegende nicht nach Deutschland - da hätte man ein ausverkauftes Haus erwarten können.

Doch dem war nicht so. Mit dem E-Werk in Köln war sowieso schon eine Halle von nur mittlerer Größe gewählt, Snoop Dogg und Jay-Z füllen mühelos das weitaus größere Palladium. Als dann um 18:30 Uhr die Tore öffneten und der Kölner DJ Lifeforce von der Formation DCS aufzulegen begann war es doch noch überraschend leer. Keine Schlangen und ein paar vereinzelte Schwarzhändler, die wohl ihre Mühe hatten die Tickets loszuwerden. Abendkasse gab es genug, aber vielleicht war es auch gerade der hohe Preis von 37,- Euro der viele abschreckte und nur Hardcore-Fans nach Köln führte. Sicherlich spielte es auch eine Rolle dass Nasir Jones aktuelles Doppel-Album "Street's Disciple" (kommerziell) nicht sonderlich erfolgreich war und auch bei den Fans längst nicht an den Klassiker "Illmatic" herankam.

Pünktlich um 20:30 Uhr betrat der DJ von Nas die Bühne und heizte die Stimmung erstmal weiter an. Mittlerweile hatte sich das E-Werk tatsächlich gefüllt, zwar war es längst nicht ausverkauft, aber es reichte doch um eine gute Konzertatmosphäre aufkommen zu lassen. Die Leute waren jedenfalls tierisch am abgehen. Trotzdem wirkte es leicht komisch dass Nas zwei mächtige Bodyguards links und rechts neben der Bühne platziert hatte und der Bühnengraben doppelt so breit wie bei anderen Stars im E-Werk war. Geschossen wurde schon auf seinen Gigs, aber nicht in Deutschland.

Es folgten knapp 1,5 Stunden Konzert, in dieser Zeit brachte Nas eine unglaubliche Anzahl von Songs unter. Geschafft hat er das indem er die Tracks oft nur bis zur Hook anspielte, die einen wird's gefreut haben dass er so alles von "NY State of Mind", "Life's a bitch", "One Love", "Represent", "Get Down", "Book Of Rhymes", "Made You Look" und "Nostradamus" bis "Shoot 'Em Up" gespielt hat. Alle Alben, auch das Neue, waren so gut vertreten. Doch ab und zu hätte man sich schon den ganzen Song gewünscht, dann hätte nicht alles so hektisch gewirkt. Wenig überzeugend war allerdings "I Can".

Richtig fett war der Sound des Konzerts, allerdings auch arschlaut. Backup bekam Nas von Rapper Quan. Gesprochen hat Nas nicht viel, aber einen Diss gegen R.Kelly konnte er sich nicht verkneifen.

Gezeigt hat dieser Abend ohne Zweifel dass Nas zu den besten Rappern überhaupt gehört. Sein Set war eine wahre Macht. Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Und glänzend ist es auch nicht ein Konzert ohne Zugabe zu beenden, auch wenn pünktlich um 22 Uhr Discotime ist. Geschichte wird so nicht geschrieben.

Photogallery Nas

 

Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Bumbanet

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