Darauf haben alle seit "One" gewartet, Kool Savas und Azad zusammen auf der Bühne. Erstaunlich rar haben sich der Berliner und der Frankfurter gemacht und schließlich sollte es nur ein gemeinsames Konzert geben, nicht auf dem Splash, nicht in Berlin, nicht sonst wo, sondern die Kölner Live Music Hall wurde für das Gipfeltreffen auserkoren. Immerhin, alle anderen konnten das Konzert im Fernsehen mitverfolgen.
Entsprechend hatte man die Live Music Hall umgebaut, ein riesiger Kamerakran thronte rechts neben der Bühne, die anfangs noch von einem Vorhang bedeckt war. Es war voll, wenn auch nicht übermäßig, jedenfalls ein seltener Anblick so viele (junge) HipHopper auf einem Haufen zu sehen, HipHop-Konzerte sind selten geworden in Köln.
Unter dem lauten Getöse der Boxen kündigte sich der Auftritt dann an. Schon jetzt merkte man, dass diesmal alles an Power aufgeboten wurde und auch später würde sich zeigen, dass die ganze Halle bis zu hintersten Reihe mit einem perfekten, glasklaren Sound versorgt wurde. Selten hat man das so gut gehört, sowohl bei Azad und Savas wie auch in der Live Music Hall.
Dann ging es los mit dem besten was HipHop Deutschland zu bieten hat und damit nicht nur gute Rapper auf der Bühne stehen standen da Ercandize und Jeyz fürs Backup. Nein, schlechte Rapper sind die auch nicht, und auf dem Lande würden sie auch ein Jugendzentrum füllen, aber eben hatten die beiden an diesem Abend keine Chance sich gegen "One" zu profilieren.
Es war ein richtiges Spektakel. Dazu trug auch das Licht bei. Nix mit 08/15 Bühnenscheinwerfern, hinterm DJ-Pult hatte man für den richtigen Glamour gesorgt. Trotzdem, ein Rockkonzert war es nicht und erst Recht keine Rammstein Show.
Die größte "Überraschung" kam dann schon nach einigen Songs mit Samy Deluxe auf die Bühne. Früher wäre das undenkbar gewesen. Mit diesem Special Guest hatten Savas & Azad ihre Schuldigkeit schon getan, die Menge hatte ihren Gesprächsstoff und das Konzert konnte fernsehgerecht abgespult werden. Es war kein langes, aber ein gutes Konzert.