Warum auch immer sich die Leute an diesem Abend im Bürgerhaus Stollwerk in Köln eingefunden hatten, sei es nun um eine gute Live-Band zu sehen oder einfach nur weil hier vier Frauen Punk machen, genauso unterschiedlich wie diese Gründe war auch das Publikum. 13-jährige Girlies, Familien mit Vater, Mutter, Tochter, 40-jährige Philosophiestudenten oder Altrocker in Lederjacken, selbst aus dem Ruhrpott reisten Doro-Fans an.
Als um 21 Uhr die Lulabelles aus Rotterdam zu spielen begannen war es noch nicht wirklich voll. Sehr bekannt war die Band, die kürzlich mit dem Album "As the world turns" bei I Scream Records debütierte, beim Publikum auch nicht. Die Lulabelles traten auch nicht in Originalbesetzung auf, statt drei Mädels waren nur zwei am Start. Nichtsdestotrotz lieferten sie eine voll überzeugende 30-Minuten Show, an deren Ende sie noch ordentlich hart abrockten.
Danach musste man eine 3/4 Stunde auf die Donnas warten. Inzwischen war das Bürgerhaus voll geworden und die Reihen bis hinten besetzt. Standesgemäß ging es los und Brett Anderson, Torry Castellano, Maya Ford und Allison Robertson zeigten, warum sie die Nummer 1 unter den Mädels im Punkrock sind. Und da die Show stimmte hat wohl auch niemand mehr so genau hingehört. "Gold Medal" heißt das aktuelle Album und das hat selbst die Lederjackenrocker überzeugt.