Die Black Eyed Peas waren der Shooting-Star der letzten beiden Jahre. Mit Fergie und dem Album "Elephunk" wurden sie über Nacht zu Stars, ihre alten Alben "Behind the Front" und "Bridging the Gap" ließen sie hinter sich. Jetzt wird es spannend, "Monkey Business" ist da und alle Welt schaut ob die Peas ihren Pop-Funk-HipHop Mix so erfolgreich weitermachen können. Der erste Test war am 19. Mai in Köln. Kein einfacher. Der letzte Hit lag schon längere Zeit zurück, die neue Single "Don't Phunk" war noch nicht so richtig angelaufen. Vielleicht auch deshalb und wegen des hohen Kartenpreises von über 40.- Euro wollte das Kölner Palladium an diesem Abend nicht so richtig voll werden. Zu teuer für die Kids, zu teuer für die alten Fans.
Gegen 20 Uhr ging es dann los. Leela James, hierzulande ziemlich unbekannt, aber in den Staaten mit ihrem Debütalbum "A Change Is Gonna Come" heiß begehrt. Retro macht sie, Funk, Blues und Jazz gemixt, Musik wie früher in den Nightclubs. Das Palladium war da nicht der richtige Rahmen, zu groß und zu laut der Sound. Alles in allem wars ein guter und engagierter Gig, auch dank der Band und den Backgroundsängerinnen.
Danach Flipsyde, die passten schon eher zum heutigen Konzertabend. Crossover der alten Schule macht die Band, funkiger New Metal könnte man auch dazu sagen. Sänger
Piper, Steve Knight an der akustischen Gitarre, Dave Lopez an der elektrischen und DJ D-Sharp hatten ihr Album "We the People" dabei und rockten gut ab. Mehr konnte man nicht machen.
Nach langer Wartezeit war dann die Bühne frei für die Black Eyed Peas, die sich viel Licht und natürlich eine ordentliche Band leisteten. Das Programm bestand hauptsächlich aus Songs von "Elephunk",
"Hey Mama" und "Shut up" kamen anfangs, "Where is the love" gegen Ende um die Stimmung nochmal so richtig anzuheizen. Dazwischen gab es Bep pur, also viel Show, Dancing und Fergie mit
Madonnas "Like a virgin". Drei neue Songs rundeten die Show ab, dazu gab's ein wenig Freestyle und Percussion. Alles in allem genug um eine Stunde zu füllen, danach war Schluss. Die Fans dürften sich da etwas mehr erhofft haben, alle anderen sahen eine gute, knackige und kompakte Show, der es aber ein wenig an Stimmung im Publikum mangelte. Bei einem anderen Eintrittspreis hätte das wohl anders ausgesehen.