Keine Ahnung, was so viele Menschen an diesem Tag in die Fabrik bewegt hatte - ich jedenfalls kannte diese Dame erst seit wenigen Wochen. Wie so viele war es aber auch bei mir der Magnolia Soundtrack, der mich angefixt hat! Der Anblick der Halle war dann aber doch sehr angenehm, nicht zu voll und wohltemperiert beim warmen Sommerabend, den man sich ja nun entgehen ließ.
Unangenehm fand ich nur das Rauchverbot - was aber dadurch wieder gut gemacht wurde, dass man dann doch die Chance hatte ein wenig von dem Leben vor der Tür mitzubekommen!
Aimee Mann selber erstaunte mich dann noch einmal: hübsch anzusehen und dann doch mit kräftig gebauten Schultern... das ließ Erinnerungen an Schwimmerinnen aufleben. Die Erklärung folgte prompt während des Konzerts: Aimee Mann stellte ihren Gitarristen als ihren Sparringspartner vor und schwärmte von ihrer neuen Leidenschaft, dem Boxen. Aber das ist nur als Nebensächlichkeit erwähnt. Das schönste, was es zu sehen gab, war allerdings sie selber mit der Gitarre um den Hals, wobei dieses Bild mir dem Bass um den Hals konkurrierte!
Die Songs, ja das wichtigste auf so einem Konzert, waren wunderbar! Ich bin nicht in der Lage die Namen aufzuzählen, leider kenne ich nicht viele. Aber der Rausch war fast schon perfekt, angenehme gitarrenlastige Songs der weichen Sorte, die mit Freude gespielt werden, lassen die meisten Menschen nicht ganz unberührt. Dazu wurden dann auch fleißig zu den meisten Songs die passenden Instrumente gereicht, so müssten etwa 10 verschiedene Gitarren im Einsatz gewesen sein! Es war also alles ganz wunderbar bis dann der Überhit vom Magnolia Soundtrack „Deathly“ allen noch einmal klar machte, warum es sich gelohnt hatte an diesem Abend in die Fabrik gekommen zu sein!