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Infos Live: Asian Dub Foundation Neu


Asian Dub Foundation
29.4.2005
Große Freiheit
Hamburg


Ich hatte schon lange nicht mehr wirklich was Neues von ADF gehört, außer dem „Fortress Europe“ vom letzen Album „Enemy of the Enemy“. Trotzdem war nach der Konzertankündigung klar, dass ich die Show sehen musste! Das liegt hauptsächlich an der einen letzten „Battle of L.A.“ Tour von Rage Against The Machine, die im Vorprogramm ADF geladen hatten – was für ein Auftritt! Das führte dann letztlich dazu, dass ich mir „Community Music“ kaufen musste. Obwohl also mein Interesse an ADF gesunken war von 2000 bis 2005 wollte ich noch einmal, und diesmal in voller Länge, mir Breakbeats, E-Gitarren und Raps in Kombination um die Ohren hauen lassen.

Und so sollte es dann auch kommen! Leider war dieses Konzert auf einen Freitag in der Freiheit angesetzt – wer das schon einmal erlebt hat, weiß was ich meine: Konzert in einem zur späteren Stunde noch als Tanzhalle verplanten Club bedeutet den Rauswurf um 22 Uhr und einen unrockigen Startzeitpunkt. Dennoch war die Freiheit recht voll, als das Konzert gegen kurz nach Acht losging, voll mit unzuordenbaren Menschen. Schon spannend zu sehen, dass die Musik, die sich aus so vielen Stilen zusammensetzt, dann auch noch ein Spiegelbild auf der Zuschauerseite hervorruft! Was mir als erstes auffiel, war die Masse an Musikern, die dafür gesorgt haben, dass selbst die Bühne der Freiheit zu klein wurde – eigentlich machte aber gerade das den Reiz aus, da so die Bewegung und die Energie viel besser rüberkamen. Musikalisch gab es das, was ich mir erhofft hatte: vom harten Breakbeat bis zum experimentellen Beat – von Dub-Klängen bis zu verzerrten Gitarren – die hektischen Raps und entspannter Sprechgesang. Die ganze Asian Dub Foundation Soße auf einem Haufen! Besonders gefallen haben mir die 3 (?) Sänger, die mal abwechselnd mal auch alle zusammen auf der Bühne standen und jeder seinen individuellen Stil in die Geschichte eingebracht haben. Hierbei überzeugte vor allem Neuzugang Ghetto Priest, der zwar hauptsächlich wie der böse Mann, dann aber auch mal wie der Jamaikanische Sonnenschein wirkte!

Insgesamt richtig gut, hab viel coole Musik gehört. Aber der Hit des Abends war das Warmtanzen und das Tanken von Energie, die mich dann bis in den Samstagmorgen beflügelt hat!

Ich hatte die Ehre, mich mit Dr. DAS und Ghetto Priest am Nachmittag vor dem Konzert unterhalten zu dürfen. Das hieß also ab durch den Hintereingang und in den Keller (Kaiserkeller)... Doof nur, dass ich die Herren bei einem anscheinend sau wichtigen Kickerspiel unterbrechen musste – noch blöder, dass es gerade unentschieden stand – und wirklich doof ist, wenn man die Aufnahmen des Interviews löscht! Aber ich wird versuchen das Beste daraus zu machen und die wichtigsten, weil mir im Hirn gebliebenen Passagen auszukramen...

Bumbanet: So Guys, hope I haven’t disturbed you too much – actually I know, what sports can be about – how was the score anyway?

ADF: One all (1:1), but no matter, we’ll blast them off later anyway!

Bumbanet: So, how are you enjoying Hamburg, I mean this kind of Sex and Party district isn’t too common in the world, isn’t it?

ADF: It’s nice... it isn’t the first time around here actually; we have even been to the Freiheit before. But we are not really into exploring Sex districts. For the most of us touring consists of missing the people one loves and the love of performing our music.

Bumbanet: Listening to your music and a quick look at your homepage makes me wonder where all your influences come from?

ADF: Look, we come from London, we are all immigrants living in one of the biggest melting pots in the world – to us it seems just natural to combine these styles. We are listening to several different types of music: Reggae and Soul, Rock and electronic stuff but also Indian and other types of ethnic music. The way we approach a song isn’t really thinking of genres but just playing stuff we feel right about – the mixture isn’t planned, but spontaneous.

Bumbanet: How do you manage to finish songs or even write them, you are not the typical standard line-up with a songwriter, meeting every few days for rehearsals?

ADF: We really are not the kind of conventional Rock band, which has to obey one leader. We see ourselves as a kind of community where everyone can contribute to the music. Often it starts from an idea by someone, which is sent with the internet to the other band members. Sometimes songs are the results of sessions of a few of us.

Bumbanet: I imagine it’s quite hard making music with so many different people, how does it work out having maybe 8 different opinions in one Band?

ADF: No, that’s exactly the way we need it. Obviously we do argue, but everyone has the right to express his opinion! This is a very satisfying process of creating music.

Bumbanet: This sounds like a very democratic approach, would you call yourself a political band and are you involved in the political scene around you?

ADF: No, not really. Some are, others are not…

Also über die letzte Antwort hab ich mir den Kopf zerbrochen – hab ich falsch gefragt, ADF sind unpolitisch oder wollten die wieder an den Kicker bevor das Abendessen kam…

 

Autor:
Karl Mieske
Photos:
ADF

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