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Infos Live: Popkomm 2004 News


29.9 – 01.10.2004
Berlin

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Popkomm - Musikundmedienmesse, diesmal unter dem Motto "movin' music". Es war nicht alles neu, als die Popkomm 2004 das erste Mal in Berlin tagte, aber es war auch nicht alles besser. Köln hatte die Messe verloren, der Glanz des Musikgames war erloschen, der Weggang der Popkomm nur der traurige Höhepunkt. Berlin sollte frischen Wind bringen, nur dieser verlor sich in den Weiten der Hauptstadt. Wo Köln noch von Musik dominiert wurde, kratzte die Popkomm nur wenig am Alltagsgeschäft der Hauptstadt.

Dienstagabend ging es los, so halb offiziell, Eröffnungsfeier in der Deutschlandhalle mit den Four Music Stars, die Fantastischen Vier, Max Herre und Gentleman, eben das beste was Deutschland zurzeit zu bieten hat. Am Mittwoch dann der erste Messetag. Mit der S-Bahn konnte man ankommen, hoch zur Messehalle und rein da. Links und rechts förmliche Gestalten, seriös und bieder gekleidet, meist im fortgschrittenen Alter. War so früh am ersten Messetag nur das BMG-Personal angekommen? Dann die Durchsage, der Kongress beginnt und irgendwo ein kleines Schild, es geht um Pädagogik. Na, nochmal Glück gehabt, falsche Messehalle. Nun, irgendwo war der Eingang zur Popkomm, dort wie gehabt leichtbekleidete Promogirls am Start, Security mit Flughafen-Standard scannte die Ausweise. Hinein ins Glück. Nun, es war schon nett gemacht, eine schicke Business-Lounge, hübsche Hallendekoration. Daneben viele dieses Jahr besonders unauffällige Stände. Keine Stars und kein Besäufnis, die Popkomm hat ihren alten Glamour endgültig abgelegt. Vollmundig wurde im Vorfeld geprahlt, die Stände sind komplett ausgebucht - das gab es lange nicht mehr. Allerdings - es gab auch kaum Standplätze, schön aufgeräumt präsentierte die neue Musikmesse. Da war die Journalistenlounge fast größer, Hi-Tech PC-Arbeitsplätze, Wlan und kostenlos Kaffee, das konnte Köln nicht bieten. Gut gemacht hatte es Sony, dort gab es noch ordentlich Live-Musik an alle Tagen, ein Label weiß halt immer noch wie es geht.

Genug mit der Messe, ab ins Musikgeschehen. Das Programm in Berlin sollte ohne Zweifel vielfältig werden und los ging es für uns im Casino. Dort spielten u.a. Les Babacools und Redrama, nur Zuschauer waren hier nicht zu finden. Eins wurde früh klar, das Club-Hopping ist in Berlin schwierig zu bewältigen, nicht wie in Köln wo man fast zu Fuß gehen kann. Unser Weg führte weiter nach Kreuzberg, das war nicht ganz so weit, ZSK, Electric Eel Shock und Peter Pan Speedrock rockten ein auch nicht ganz ausverkauftes So36. Danach sollte unser Weg zum Clubbing führen, Konzerte wie Sugarcult hatten wir schon verpasst. Ab ins Icon, rappelvoll der Kellerladen, Jazzanova und Mr. Scruff machten das Programm, ganz wie man sich Berlin vorstellt.

Dann der zweite Messetag, abends freute man sich auf Ice.T, der neben Northern Lite, Kid Alex und Afrika Bambaata im Casino spielen sollte. Die Warsteiner Club World hatte das möglich gemacht, Nachteil daran: es gab kein vernünftiges Bier zu trinken. Den Geschmack vermiesten einen die Warsteiner Mädels aber schon auf ganz andere Art, Ice. T kam nicht, dafür eine billige Videobotschaft. Kein Entschuldigung von Warsteiner, so macht man keine Werbung für sein Bier. Unter Techno für den Zappelphilipp flohen die Leute aus dem Club. 500 Meter suchten wir unser Glück im Premium-Club Cooper und fanden es auch. Mousse T hatte geladen, mit kompletter Band und vollem Sound gab es eine fantastische Show. Auch lockten an diesem Abend Eskobar und Epherma in die Kalkscheune, es war voll, zu voll. Das Beste an diesem Tag war noch oder trotzdem die britische Botschaft, ab zum Brandenburger Tor, unter Hochsicherheitsvorkehrungen ging es rein in den Palast. Schon im Hof war alles stimmungsvoll inszeniert, Lichtspiele und Livemusik. Das ganze Programm gab es oben, ein paar britische Band sollten präsentiert werden, die waren richtig gut, die Getränke und Fish&Chips auch.

Freitag war dann Freitag und uns zog es zum Abschlusskonzert in die Deutschlandhalle. Moneybrother, Fettes Brot, Sportfreunde Stiller und natürlich die Beatsteaks kamen zu den sally*sounds 04. Ein ausverkauftes Haus war vorprogrammiert und die Beatsteaks waren wie immer in eigener Stadt eine Sensation.

Samstags konnte auch noch gefeiert werden, nicht mehr offiziell im Rahmen der Popkomm, aber doch noch mit amtlichen Programm. 33 Clubs, einmal Eintritt und vor allem die Kulturbrauerei platzte aus allen Nähten. Klar war danach, ob Popkomm oder nicht, Berlin regiert. Ein schönes Feuerwerk gabs auch noch umsonst dazu, schließlich war Tag der deutschen Einheit.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
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