Die
21. Rheinkultur kam wieder und lockte nach Angaben der Veranstalter
immerhin noch 170.000 Menschen in die Bonner Rheinauen. Auch wenn
man sich in diesem Jahr mit einem abgespeckten Musikprogramm zufrieden
geben musste, so konnte man doch froh sein, dass dieses Bonner Großereigniss,
das für gnadenlos verstopfte Verkehrswege sorgt, trotz finanzieller
Probleme doch noch stattfand. Geld kommt hier schließlich
nur durch Sponsoren rein, nicht umsonst heißt die Rheinkultur
"Umsonst & Draussen". Zum ersten Mal gab es jetzt
das Soli-Ticket, Fahrausweis und Gutschein für einige Goodies,
1036 Mal wurde dieses verkauft.
Aber
nun zum musikalischen Programm. Die großen Namen fehlten,
trotzdem jedoch kamen einige interessante Bands auf den vier Bühnen
zusammen. Die Blaue Bühne versuchte sich mit Alternative-Rock,
Kettcar, Readymade und für die Teenies Sportfreunde Stiller.
Immerhin gab's abends De-Phazz, eins der Festivalhighlights.
Die Rote Bühne setzte dagegen auf derberen Rock, Turbo A.C.s,
Smoke Blow, Union Youth, Mustasch und Danko Jones rockten, ehe am
Abend Boysetsfire und die Hellacopters ein Feuerwerk entfachten.
Dann war es auf gerappelt voll auf den Rheinauen, während die
Wiesen tagsüber überraschend leer blieben. Ein
überzeugendes Programm lieferte die RheinHipHop Stage. Morph,
Laokaos, Noisy Stylus, Underdog Cru, Meli, Narcissists, Olli Banjo,
Grand Agent, Group Home boten eine abwechslungsreiche Mischung und
es gab nach langer Zeit endlich mal wieder einen Auftritt von DCS
zu bewundern. Den Abschluss machte Curse, der allerdings nur 35
Minuten spielen konnte, da sich der Zeitablauf erheblich nach hinten
verschoben hatte. Einziges Manko daneben war der entsetzlich schlechte
Sound.
Für alle die mit diesen Bühnen nichts anfangen konnten
gab es noch die Breakzone auf der Spitze des Hügels, die auch
dieses Jahr wieder ihre Fans fand.
Vielleicht
auch um das kleinere musikalische Angebot auszugleichen wurden 2003
auf den Rheinauen viele Nebenevents geboten. Highlight war der Eastpak
Vert Jam mit BMX und Skateboard, leider nur waren die Sichtmöglichkeiten
eingeschränkt. Auch das Streetball Tournier gabs zum ersten
Mal - und hoffentlich nächstes Jahr wieder.
Man gab sich dieses Jahr wieder Mühe, leider nur verfällt
das Festival immer mehr in den Charme eines Familien-Volkfests.