Ihr
neues Album „Darkhorse“ wollte nicht mehr so richtig
zünden. Aber kein Grund zur Panik, auch bei ihrem Debüt
„The Gift Of The Game“ gab es Anlaufschwierigkeiten,
es schoss erst ein Jahr nach der ersten Veröffentlichung in
die Charts. Von den richtigen Mega-Hits gab es aber nur einen, „Butterfly“.
Zwei Jahre später sieht die Welt anders aus, und Crazy Town
müssen die Frage beantworten, One-Hit Wonder oder Spitzenplatz
in der New Metal Liga? Nun, die wahren Größen, nehmen
wir Korn, Incubus oder System of a down, würden ein Deutschland-Konzert
auch ohne jede Promotion, nur durch Mundpropaganda, füllen.
Das hatten Crazy Town auch vor. Am 16. März ging es für
ein Konzert in den kleinen Kölner Prime Club, Promotion gab
es nicht. Jedoch hielt das ein paar jüngere Gesellen und ein
paar flippige Girls nicht davon ab den Club zu entern. Aber eben
nur ein Paar, voll war es nicht als die Band um 21.30 Uhr, zu einem
Abendkassenpreis von 20,- Euro, die Bühne stürmte.
Stürmte ist dabei der richtige, fast noch zu bescheidene Ausdruck.
Die Crowd schrie, dancte und sprang, aus den Boxen dröhnte
hardcore-ähnliches Gewummer. So erinnerten die ersten Songs
des Sets auch eher an eine Hardcore-Show mit dem Groove der alten
Dog eat Dog. Ob das nun Absicht war und der Sound einfach nur zu
schlecht abgemischt konnte man bis zum Ende des Gigs nicht klären,
aber eins schien sicher, Crazy Town rockten und würden in dieser
Form auch dem ein oder anderen gefallen, der sie wegen ihrem „Butterfly“
Hit zu buttrig fand. Sicher war aber einer nicht, der neue Drummer.
So schien an diesem Abend einiges aus dem Takt geraten, vor allem
der Höhenflug der Band. Nach einer guten Stunde war das Konzert
zu Ende und die Mädels wollten den Club einfach nicht verlassen,
sie verweilten weiter vor der Bühne. Vielleicht warten sie
ja immer noch dort wenn es mal ein drittes Album geben sollte, wenn...