Jeah!
Ein Superstar des Reggae direkt vor meiner Nase, live und direkt!
Eine schöne Nacht stand an, mit Musik, Party und Spiritualität.
Ich möchte mal jemanden Zitieren: "Der Geist von kraftvoller
Besinnung schwingt auch diesmal nicht zu knapp mit... und wer's
net versteht wird halt vom Beat gepumpt!" - Jeah, damn right!
Die Halle des 2Be Club in Berlin ist schwer zu finden, man geht
durch ne kleine Tür, über einen verwinkelten Zwischenhof
dann ein schmaler Gang und ein paar Ecken - dann ist man da. Die
Prozedur ließ meine Freude schon wachsen, ich hatte das Gefühl
jetzt kommt was großes! Im Raum dann war die Höllensauna
schon vorbereitet, er hatte schon ne halbe Stunde gespielt, wenn
das keine jamaikanisch/tropischen Verhältnisse waren.... Der
erste Blick auf den Star des Abends, den Gargamel des Reggae: Ein
schmächtiger Mann im Dunkel der Bühne, hüpfend wie
ein Irrer und die weißen Zähne, die als kleine Leuchten
beim Grinsen hervorstachen! Kein Miesmacher oder böser Prophet
- der Mann da war in Höchstform! Das war pure Energie, die
da oben Stand.
Die ersten Songs waren da auch passende Dancehall-Monster, die
die Massive auch zum Tanzen und Hüpfen gebracht hat. Dazwischen
wenig Gerede, wenn es läuft soll man es ja auch laufen lassen.
Der nächste Part wurde dann eingeleitet von einigen Worten
auf Patois, jetzt wurde es Roots! Hier wurde deutlich, warum gerade
Buju Banton einer der großen ist: Es ist einfach eine feine
Sache, wie er die scheinbar getrennten Dinge wie Party und Spiritualität
zusammenbringt - das versuchen und machen viele, das hier angezogene
Niveau war aber einfach der Hammer! Um mal bei der Vielseitigkeit
zu bleiben muss man noch die Ska-Ausflüge erwähnen. Die
sind bei dem guten Herren immer dabei, ob auf Album oder Live, bringen
eben Spaß (wenn man das nicht überstrapaziert). Also
nach der Runde Skankin' war dann auch wieder die Stimmung auf einem
hohen Level, der bis zum Schluss nicht mehr verlassen wurde!
Die Backing Band bestand aus den üblichen Verdächtigen:
Drums, Git&Bass, Keys und der 3 Vocal Damen, die mich besonders
erfreut haben (musikalisch:o). Einen Schwachpunkt hatte der Abend
aber doch noch: Nach der Zugabe warteten wir noch bestimmt 10 Minuten,
ab und an Rufe und Klatschen - vergeblich! Bitte nächstes Mal
einfach Licht und Musik an und alle wissen Bescheid.
Egal, ich habe in diesen 2 Stunden (!) schweißgebadet wieder
gemerkt warum ich Reggae liebe und was einen Topartist von einem
guten unterscheidet!