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18 Uhr ging es los, auf den ersten Blick sieht das sehr früh
aus, doch wie sich später zeigt, war dieser frühe Start
voll und ganz berechtigt, denn das von Lärmquelle präsentierte
Programm ging bis 2 Uhr nachts.
Das Zentrum Altenberg ist ja nun nicht als kleiner Club sondern
eher als Konzert Halle bekannt, und da man zugeben muß dass
viel weniger Leute kamen als geplant, hatten die Leute die Chance
ihre Meinung über die Gruppe zu zeigen, in dem sich die Halle
füllte oder eher leer blieb. Los ging es mit einer Band, die
mich vom Auftreten her sowie auch vom Sound an Fettes Brot erinnerte,
für meinen Geschmack war dies nichts. Die komplette Bandbreite
wurde dann auch noch von einem Mädchen begleitet, die sich
als Sängerin versuchte. Jeder Anfang ist schwer und so folgten
Jungs namens Rapadict, die mir am besten von den Vorgruppen gefallen
haben, zwar auch nicht das perfekte Auftreten, aber hier war es
interessant zu zuhören und hier wurde sogar auf weibliche Unterstützung
verzichtet, was sich am Ende als eine richtige Seltenheit herausstellte.
Nach diesem Auftritt war man auf weiteres gespannt und es folgte
die Ruhrpott Conference, hier gab es wieder eine weibliche Begleitung
die einen Song sogar alleine singen durfte, dieser ging dann aber
mehr in die Soul Richtung und kam beim Publikum gar nicht so an,
wie man an Rufen und Forderungen nach "Rap Musik" sehr
leicht heraus finden konnte. Dafür kam nun das Funklabor, an
dieser Gruppe wurde mir klar, dass Lärmquelle nicht nur auf
namenhafte Gruppen setzt sondern auch kleineren Bands die Chance
vor einem großen Publikum gibt. Und flott ging es dann auch
schon wieder weiter mit etwas, was mich persönlich überhaupt
nicht ansprach, S.O.G., diese Herren kamen mit einer "Kopfnicker"
Hool auf die Bühne, die dann aber durch ihr Alter, was ich
auf 30-40 schätze, schon eher ins Lächerliche rutschte.
Dann war wieder ein Mädchen auf der Bühne, das singen
will aber es nicht kann, ab da erklärte ich es als neuen Trend
mit weiblicher unbegabter Begleitung auf die Bühne zu gehen.
Das was das alles dann noch toppte war dass die meisten Mädchen
auch noch anfingen zu rappen, sehr nerven-aufreibend, aber man hat
es sich angesehen...
Dies sollte es dann auch an "Vorgruppen" sein, es folgten
die Evergreenz und die wirklich leere Halle wurde in Minuten wieder
voll. Wie die Jungs zugaben waren sie unvorbereitet, haben aber
vielleicht auch gerade deshalb dem Publikum eine Menge Spaß
gebracht, man merkte richtig dass der Wille zum Feiern da war. Den
Rest des Abends sollten dann namenhafte Gruppen übernehmen,
los ging es da mit den Potpoeten, die wie sie sagten nach langer
Zeit mal wieder einen Auftritt hatten. Ich möchte sagen dass
das Publikum sehr geteilter Meinung über diese Gruppe war,
ich fand diesen Auftritt eher langweilig als alles andere. Namenhaft
waren auch ABS, lange hatte man die Jungs nicht gesehen und auch
wenn es schon zum Teil tod-gehörte Lieder waren, war es ein
schöner Auftritt, der beim Publikum sehr gut ankam, die Stimmung
stieg.
Nun kamen Vendette feat. Peret Chan, die aber keine grosse Chance
beim Publikum hatten, da es bereits schon 1 Uhr war und alles auf
Tefla & Jaleel wartete. Schlecht war der Auftritt nicht, daher
schauten sich fast alle diese Show sehr neutal an, doch auch als
da noch ein Mädchen auf die Bühne kam, und sich erst gar
nicht im Singen versuchte sondern sofort anfing zu Rappen, bekam
ich etwas Angst. Alle waren froh als Lyn ihre zwei Songs zu Ende
"rappte" und der Hauptact endlich kam. Tefla & Jaleel,
zwar mit Verspätung doch das machte nun auch nichts mehr, die
Stimmung war bestens auch wenn es nicht so voll war wie am Anfang.
Ein sehr schöner Auftritt, das Album live zu hören ist
eine wirkliche Party.
Alles in einem war es ein in meinen Augen sehr gut organisierter
Abend, da die Übergänge sehr schnell gingen und es nur
kurze, gut überspielte Umbau-Pausen gab. Ich bin gespannt auf
2003 und hoffe das dann mehr ihren Arsch zum Ruhrpottential bewegen.
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