Wirklich
viel hat man über die HipHop Prinzessin aus New York bisher
bei uns nicht gehört, ein bißchen Werbung für die
Europa-Tour, ein bißchen Rotation des Videos zu "Bad
Baby Sitter".
Etwas überraschend war es da dass der Kölner Stadtgarten
recht gut gefüllt war, er war voller als bei den meisten deutschen
HipHop Acts. Die Publikum war allerdings für ein HipHop Konzert
untypisch zusammengesetzt, hoher Alterdurchschnitt und viele Buisness
Typen. Sei's drum, was sich dann bot war mit das Spektakulärste
und Originellste was der Stadtgarten seit langem zu bieten hatte.
Nicht nur in optischer sondern auch in musikalischer Hinsicht. Concetta
Kirschner - wie sie mit echtem Namen heißt - trat neben dem
obligatorischen DJ mit einem Rapper und einem Bassisten auf, eine
recht seltene Kombination. Das ist ihre Musik auch im Allgemeinen,
ihr viertes kürzlich erschienenes Album "Princess Superstar
Is" wartet mit recht elektronischen Sounds auf. Dazu passt
auch dass sie bei dem deutschen Label !K7 gesignt ist, das allerdings
mit einem großen Büro in New York vertreten ist. Lob
und Ruhm der weltweiten Presse hat sie bereits geerntet. Der Vergleich
mit Eminem (in Bezug auf den Rapstyle) ist aber etwas unnötig.
Nicht
nur die Musik und Princess Superstars Rapflow waren ein wahres Feuerwerk,
auch optisch ging es von Höhepunkt zu Höhepunkt, ständig
wechselte sie ihre Outfit Accessories. Dazu lieferte sie Posen,
wie sie keine Playback Tanzgruppe besser machen kann, und auch vom
Breaken bis zum Rocken gab es wirklich alles zu sehen. Und Deutsch
gelernt hatte sie auch: "Ich mag DICH Germany! Especially DICK
!"
Entsprechend überschwenglich wurde sie am Ende gefeiert und
ging erst nach mehreren Zugaben, da spielte es keine Rolle, dass
der Gig nur eine Stunde dauerte und es auch keine Support Band gab.
Dafür bekam man ein Konzert das bestimmt nie aus der Erinnerung
schwinden wird.