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UP TO PATRICE!!! RECORDRELEASEPARTY!!! NUFF RESPECT!!!
Ja, Lob hat er sich auf jeden Fall verdient! Das Album erscheint
in gar nicht mehr allzu langer Zeit, so richtig selbst produziert,
geschrieben und mit richtig fetten Gästen. Außerdem hat
dieser Mann so was von hübsche Fans, da kann man zum Konzert
gehen, selbst wenn man die Musik nicht mag (was eigentlich auch
unmöglich ist). Auf jeden Fall war dieser Abend ganz im Zeichen
des neuen Albums, das hier vor der Home Massive vorgestellt wurde.
Als erstes soll die Sashamani Band hier hochgelobt werden, einfach
weil sie es verdient haben. Nicht nur, dass sie ihr Programm richtig
groovy abgeliefert haben, die kleinen Passagen, in denen Sie auch
den Gesang übernommen haben waren Spitze. Das schönste
waren aber die kleinen Improvisationen zwischendurch, die Patrice
Konzerte zum echten Erlebnis werden lassen.
Der "Star" des Abends aber nicht in der Klasse der Band
unter, er toppte sie noch. Anscheinend hat er auf seinen Auftritten
auf der ganzen Welt, die ihn auch mit Größen wie Manu
Chao und Sly&Robbie zusammenbrachten, viel gelernt. Überzeugend
brachte er sein Material, das logischerweise noch keiner kannte,
und packte das Publikum von dem ersten Beat an. Eine Gesangseinlage
der Crowd zum ersten Song ist zwar mutig, ging aber voll durch!
Die neuen Songs stehen den alten recht nahe, da Patrice sich, Danke,
immer noch nicht auf einen Stil festgelegt hat. Die Musikstile wie
Blues, Soul oder Folk stehen nett nebeneinander und werden immer
mit einem leichten Ragga Feel gebracht. Einprägsam ist und
bleibt seine Stimme, die jedem noch so einfachen Song einen kleinen
Zauber verleihen kann. Der erste Song hatte einen sehr Hip Hop lastigen
Beat, zwei Songs später waren wir aber schon wieder bei der
Ein-Mann Show mit Akustikklampfe angelangt. Wenn dann noch die live
erprobte Punk-Version von "No Excuse" kommt und dann ein
Dancehall Gewitter folgt, ist der musikalische Kosmos von Patrice
halbwegs umrandet. Einfach nur die Vielfalt wäre überragend,
da die neue Single "Up In My Room" oder ein Song wie "Jah
Jah Deh Deh" trotzdem im Programm sind, wird die ganze Soße
langsam perfekt.
Mein persönliches Highlight war aber ein alter Song, "Everyday
Good", der an sich schon wunderschön ist, dann aber in
Master Bob Marley's "No Woman No Cry" endete. Der krönende
Abschluss des Abends wäre, wenn nicht eine zweite Zugabe gekommen
wäre, eine Version von "Ain't No Sunshine" gewesen.
Dazu holte Patrice eine Dame mit einer Mordsstimme auf die Bühne
um ein Duett anzustimmen und eine hübsche Tanzpartnerin zu
haben!
Genug Lob und Schleimerei, kann eigentlich nur sagen dass ich richtig
Spaß hatte und das Gefühl hatte etwas ist in mir hängen
geblieben. Selten hatte ich nach einem Konzert einfach nur ein Gefühl
von Zufriedenheit, weil ich mich gerade an einem Ort mit netten
Menschen befunden habe und Zeuge einer solchen Freude werden konnte.
Das Lächeln im Bauch wird ich noch ein paar Tage behalten,
die Platte wird mir über den Winter helfen - da bin ich mir
sicher!
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