MOR
und Friends haben während ihrer "Kotzen- und Ablegen-Tour"
in Erfurt halt gemacht und wir konnten uns diesen Spass natürlich
auf keinen Fall entgehen lassen.
Bevor die West-Berliner auf die Bühne gingen starteten im
Centrum in Erfurt so gegen 23 Uhr die Illuminaten. Sie müssten
eigentlich jedem seit "Rüxkblick" bekannt sein und
wir waren also gespannt wie sie sich denn live so präsentieren.
Leider war Joka krank und so mussten Flex und Asek allein die Show
starten , was aber nicht allzu schlimm war, denn beide waren sehr
gut drauf. Als Joka, der hinten im Publikum stand dies gesehen hat
konnte er einfach nicht mehr anders und musste auch auf die Bühne
und hat den Rest der 30minütigen Show mitgerockt. Sehr sehr
fresh sind ihre Texte und sie bringen sie auch sehr real rüber.
Damit nicht nur die Liebhaber des deutschen HipHop auf ihre Kosten
kommen haben MOR noch jede Menge Westcoast HipHop mitgebracht. Aceyalone,
Busdriver, Rifleman und C.V.E aus Kalifornien haben eine Stunde
feinsten WestcoastHipHop präsentiert. Jeder der vier Rapper
hatte seinen eigenen Part und auch seinen eigenen Stil mitgebracht.
Aceyalone hat gut Werbung für sein Label Project Blowed Record
gemacht, indem er seine toughen Texte durch den Saal verstreut hat
und so mancher wird die nächsten Wochen in den Plattenladen
gehen, um sich nach ihm zu erkundigen, falls man noch keine Scheibe
von ihm in seinem Regal hat. Und auch C.V.E. und Rifleman haben
den amerikanischen Streetstyle sehr gut rübergebracht. Im Gegensatz
dazu hat Busdriver, der Reggaeman ein paar lässige jamaikanische
Vibes in den Saal versprüht. Alles vom feinsten.
Um
1 Uhr ist dann endlich die Berliner Crew MOR auf die Bühne.
Jack Orsen, Ronald Mack Donald, Justus Jonas und Co. standen dann
da oben - es wurde also richtig eng auf der Bühne. Ich find
zu NLP kann man ja schon daheim gut abrocken, aber wenn die Jungs
ihre Songs live performen geht es noch mehr ab. Sie haben ja auch
hauptsächlich Songs von ihrem Album präsentiert und die
Massen sind richtig derbe abgegangen. Besonders als sie "Vom
Schicksal auserwählt" performten war der Saal am kochen,
denn der Song gehört ja zu den Anfängen der Crew, wo sie
noch die wenigsten kannten. Leider ging ihr Auftritt nur
eine dreiviertel Stunde, was ich sehr schade fand, denn es war einfach
nur genial.
Zum Schluss war dann Taktloss an der Reihe. Aber je länger
seine Show ging umso leerer wurde auch der Saal. Grösstenteils
lag es sicherlich daran, dass es jede Menge technische Probleme
gab und er dem Tontechniker jedes mal zurufen musste welches Lied
er von der CD anspielen musste. Andererseits hat mir die Performance
selbst nicht so gut gefallen, denn Texte und Stimme sind nicht so
mein Ding, aber das ist ja auch Geschmackssache.
Alles in allem ein geiler Abend und ich hoffe, die Leute sind alle
bald wieder in Deutschland unterwegs.