Ob
Rock'n'Roll immer noch, gerade jetzt oder wieder angesagt ist, spielt
keine Rolle, auf jeden Fall sorgten Gluecifer bei ihrer Europa Tour
in Köln für ein volles Haus von jung bis alt. Und das
obwohl mit ihrem neuen Album "Basement Apes" ihre Pole
Position in Europa etwas ins Wanken geriet - zumindest aus Sicht
der Fans.
Zuerst kamen aber sowieso Mustasch aus dem Nachbarland der Norweger,
Schweden. Der Rolle als Einheizer wurden sie mit ihrem Stoner-Rock
aber nicht gerecht, gefallen hat der mit Heavy-Metal Elementen angereicherte
Sound aber trotzdem. Zum Ausklang hätte mir das besser gepasst.
Die Masse im wie so oft überfüllten Prime Club wartete
aber eh nur auf Gluecifer, die dann um 22 Uhr Gas gaben. Zumindest
durften das die Fans so sehen, denn der Opener war auch der Opener
vom letzten und nicht vom aktuellen Album, "I Got A War"
von "Tender is the Savage". Der größte Teil
der weiteren Songs stammte dann aber vom neuen Werk, so u.a. "Brutus",
"I saw the stones move" oder "Reversed". Die
Stimmung erhitzte sich zumindest in den ersten Reihen, insgesamt
hätte sie aber besser sein können. Ob das jetzt an den
neuen Songs oder am eher relaxten (?) Publikum lag - die Meinungen
gingen hier wie so oft auseinander.
Fest stand am Ende aber, dass man ein verdammt geiles Konzert gesehen
hatte mit einer ordentlichen Gluecifer Show. Und schließlich
fehlten die alten Hits wie Get the Horn, Bossheaded
oder Rock Throne auch nicht, und zur Zugabe gab's auch
einen nackten Arsch zum Angucken. War doch alles wie immer, bei
Biff Malibu & Co.