In
Berlin schafften die Beatsteaks gleich zwei Konzerte - Heimvorteil.
In Köln reichte es immerhin für die Live Music Hall, und
die war ganz ordentlich gefüllt, wenn auch längst nicht
ausverkauft.
Die Optimale Härte spielte noch vor leerer Halle - das war
auch nicht schlimm.
Danach sollte es aber richtig losgehen. River City High bewiesen
dass sie mehr als der absolute Punk 'n Roll Geheimtip sind. Schon
vor dem ersten Song bekam Sänger James Menefee die Menge nach
vorne und direkt mit dem ersten Tune sprangen sie alle, zumindest
die ersten Reihen. Die Bühnenshow der Band aus Richmond protzte
nur so von Energie und sie Songs kamen live fast besser als auf
dem Debütalbum "Won`t turn down". Ob harte Riffs
oder poppige Melodien, River City High beherrschten alles und waren
mehr als ein Support. Höhepunkte gab es genug und die brennende
Gitarre zum Abschluss war nur einer davon.
Die
Beatsteaks hatten hiernach defintiv einen schweren Stand. Aber schließlich
war der Großteil der Leute nur wegen den Berlinern gekommen
und die Livequalitäten sind auch bei ihnen deutlich über
dem Durchschnitt. Und so beherrschten sie bei ihrem Nachholkonzert
(die Tour wurde wegen einer Verletzung von Sänger Arnim verschoben)
von Anfang an die Halle. Die Mischung der Songs von "Launched",
"48/49" und "Living Targets" und der gute, kraftvolle
Sound brachten zumindest die vorderen Reihen zum Kochen und Pogen.
Nur das Stagediving gestaltete sich schwierig, da doch überall
ein Plätzchen frei war. Dafür nahm dann Arnim ein Bad
in der Menge. Eine große Show und die Beatsteaks haben den
Punk kultiviert.