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Infos Live: Alien Ant Farm News


Alien Ant Farm
Dortmund Soundgarden




Vorwort

Dreht sich nicht alles um die Frage "Are You In?"? Und was fällt dem unabhängigen, klar denkenden menschlichen Wesen dazu ein? Ich an dieser Stelle möchte hervorheben; falls mir die Möglichkeit gegeben wäre, zu entscheiden, ob ich in dieser im Sitzen schlafenden, sowie mir total verfremdeten Welt es bevorzugen würde zu einer bestimmten "elitären Abteilung der limitierten Auflage eines höheren Daseins" zu gehören, oder mich dann doch lieber als einen Aussenstehenden betrachten zu wollen, würde ich mich definitiv Letzterem zuwenden. Sowie: "I'm Rather On The Outside, Just Looking In!". Jedoch ist dies nur ein Wunschdenken. Denn es gibt Situationen, in denen die Grenzen dieser zwei vorhin beschriebenen Welten zu verschmelzen "drohen"! Man ist schon mit einem Bein "In"! Eingesogen in fremde Dimensionen schmecken wir die Süße des anderen "Geschlechts". Im Unterbewußtsein versucht man ziemlich angestrengt sich an die oberste Priorität seiner Selbst zu erinnnern: "I'm Rather On The Outside, Just Looking In!". Aber habe ich nicht vorhin schon erwähnt, dass dies ein reines Wunschdenken ist? Denn hat man ersteinmal diesen süßen Geschmack am Gaumen kleben, nützt auch das Vorhaben sich Selbst bestrafen zu wollen rein garnichts. Es ist fast so, als würde man ein Bild malen und dabei Schritt für Schritt in der Farbe ertrinken. Am Ende kommt es abrupt und ohne jegliche Vorwarnung.

Als ein Wesen dieser uns unterdückenden Gesellschaft hat man praktisch gesehen weder die Chance etwas zu verändern, noch sich Selbst zu verwirklichen. Vor allem passiert dies wenn man wie gesagt, von DRAUSSEN nach INNEN stolpert. Denn hier Drinnen ist man nichtig und klein. Man wird sorglos zur Seite geschoben und fällt am Ende der Selektion zum Opfer. Was sollte ich nun tun, wenn nicht in Flammen aufgehen? Die Asche meines nun explodierten Wahnsinns ist ein Produkt dieser äußerst verworrenen Welt und des Menschen unbedachten Spiels. Man war doch tatsächlich für einen, wenn auch sehr kurzen, Moment DRIN. Dachte man während dieser Zeit man würde beachtet und für seine Arbeit vielleicht geschätzt werden, hat man wirklich falsch gedacht. Im Endeffekt ist alles tatsächlich bloß Fassade, denn in diesem oben genannten kurzen Augenblick hat man nicht die Möglichkeit weiter und tiefer in die Oberfläche einzutauchen. Alles scheint so weit weg, aber war man denn vorhin nicht im Begriff die Grenze vollends zu eliminieren? Dies kann ich wohl mit einem klaren NEIN beantworten. Man wurde eingesogen, es wurde auf einem herumgekaut und als man dann nur noch im Wege stand, wurde man wieder ausgespuckt.

Was soll das alles? Sollte dies nicht ein Konzertbericht sein??? Tja, es war sicherlich nicht meine Intention euch verwirren oder gar langweilen zu wollen. Dies alles sollte euch einen Einblick in die Welt derjenigen verschaffen, welche auf die Frage "Are You In?" mit einem gespitzten YES antworten können oder sogar müssen. Wie Alien Ant Farm sagen würde: "I'm So Confused, This Industry Has Made Me Cold!".

Bericht

Die Opener für Alien Ant Farm's Europa Tour heißen Dredg und stellen von außen betrachtet eine sehr introvertierte und dazu noch ziemlich talentierte Band dar. Für Dredg stehen keine leeren und unwichtigen Kommentare ihrerseits im Vordergrund, sondern die Musik tut es. Vier Musiker welche sich ihrem eigenen, dem Massen-Musik-Konsumenten noch unbekannten, Stil hingegeben haben. Die unbekannte Fremde dieser Band gegenüber lässt es nicht vermeiden sie mit einigen Größen der Rockmusik zu vergleichen. Aber Dredg können tief durchatmen, denn der sehr melodiöse, wenn auch z.T. etwas monotone Gesang von Gavin Hayes kann durchaus mit der emotionalen und melancholischen Stimme des Daniel John's (Silverchair) in Verbindung gebracht werden. Auch wenn Gavin die Spiritulität der Mystik noch nicht halb so gut beherrscht wie Tool's Maynhard; eine Parallelität zu dieser unglaublichen Band, genannt Tool, ist ohne Zweifel vorzuweisen. Denn auch die restlichen Musiker scheinen sich der Kunst der vorhin erwähnten Band mit Vorlieb angenommen zu haben.Vor allem der Bass-Lauf des Drew Roulette, sowie das Bearbeiten der Drums (Dino Campanella) bekräftigen diese Aussage. Mark Engels verleiht seiner Gitarre eine z.T. melodiöse, aber überwiegend von schnellen Riffs geprägte Stimme.
Auf der Bühne schienen sich Dredg von fast nichts iritieren zu lassen. Sie spielten ihre Songs á la Deftones und Tool in einem Atemzug durch. Die einzigen "Hingucker" wurden durch die sehr jazz-lastigen Trompeteneinlagen des Sängers verursacht. Auch wenn die vier Musiker keine unnötigen Versuche,sich selbst in den Vordergrund heben zu wollen,machten, ihre Songs übernahmen und meisterten diese Aufgabe mit leitgkeit für sie. Auch der unspektakuläre Abgang Dredg's macht sie umso sympatischer, denn hier wird keine Band vorgestellt, welche sich den kommerziellen Erfolg um jeden Preis erkaufen will. Hier heißt es noch: "It's All About The Music!".

Bei Alien Ant Farm ging es von Anfang an um den Spaß auf der Bühne. Das nicht allzusehr mit Massen von Besuchern bestückte Soundgarden wurde durch die blendende Bühnenpräsenz von Dryden Mitchell(Gesang), Tye Zamora(Bass), Mike Cosgrove(Drums) und Terence Corso(Gitarre)zum leuchten gebracht. Ihre Dortmunder Show eröffneten AAF mit dem Song "Courage". Die Setlist der vier Jungs blieb sehr vielseitg, denn wie auf Ihrem Major-Debut "AnThology" wechselten sich langsam ruhige, und dennoch mit Dynamik bepackte Songs, mit den, an Terence's Primus-Coverband erinnernden, runtergestimmten Gitarren geprägten Stücken. Bei "Attitude" griff der Gitarren-Mann dann zur Acoustic-Gitarre. Dann trat auch schon die sarkastische Ader der Musiker in den Vordergrund. "Do you have a boyfriend or a girlfriend?-yeah, you do? Do you hate her? Do you hate him? Okay, this Song is for you!"-(Dry).
Im Gegensatz zur Vorband Dredg suchten Tye, Terence und Dryden den Kontakt
zum Publikum. Ein wenig Small Talk hier und Körperkontakt in Form von Fingerspitzen-Kollaps dort, brachten eine gewisse Wohnzimmer-Atmosphere zu
Tage.
Beim nächsten Song griff auch Dryden zur Acoustic-Gitarre. Und als er die ersten Töne von "Death Day" erklingen ließ, lockerten die Konzertbesucher ihr steifes Dasein ein wenig auf. Tye und Terence schienen das ganze Konzert über eine Art "Tanz" aufzuführen. Dieser sah ziemlich daneben aus, jedoch lachten ein paar Menschen mit Ihnen - oder vielleicht auch über die Beiden. Auch ein neuer Song gesellte sich in das Sortiment der AAF Setlist, welcher da hieß:"Bug Bites". Dieser soll auch auf dem Soundtrack zum neuen Spiderman-Movie vertreten sein. Bei Ihrer aktuellen Singel "Movies" wurden auch die letzten weich. Man kann sogar sagen, dass die "Musikbegeisterten" endlich ein Gefühl für Rythmus entwickelt hatten. Auch Songs wie "Whisper", "Sticks and Stones" und "Flesh and Bone" wurden brav vorgetragen. Der offiziell letzte Song war das vom Publikum lang erwartete "Smooth Criminal". Das Michael Jackson-Cover hatte für Alien Ant Farm in Europa, vor allem in Deutschland, für den Durchbruch gesorgt. Jedoch wurde das Konzert mit einem instrumentalen Heavy-Metal Stück, bei welchem Ihr Roadie, welcher auch in dem Video zu "Movies" zu sehen ist, mit seinem an Marilyn Manson erinnerndes Äußeres, ein "mächtiges" Head-Banging hinlegte, abgeschlossen. Somit ging auch dieser Abend seinem Ende zu und "alle" waren glücklich und froh. Hhhhmmmmm......

 

Autor:
Meltem Arsu
Photos:
Alien Ant Farm, Dreamworks

Bumbanet Magazine

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