Auf
zur Desperados Iguana Tracks Tour. Tourstopp Köln, Live Music
Hall. Halle halb gefüllt. Soweit die Facts. Die deutschen Newcomer
Cosmotron eröffneten den Abend bereits früh, zu früh
für uns. Die hektischen letzten Songs verrieten aber, dass
wir nicht viel verpasst haben konnten.
Viel Aufsehen wurde ja um die Tour gemacht, mit etlichen Sponsoren
und dem Präsentator Desperados. Kein Wunder also, dass es auch
Desperados vor Ort gab, von netten Merchandising Damen an netten
Merchandising Ständen. Das Desperados an sich schien aber nicht
gesponsort zu sein - den Preisen nach. Die Menge der Besucher blieb
also brav an den Theken der Live Music Hall, deren Getränke
auch noch ihren stolzen Preis haben. Gesponsort wurde von Desperados
aber die hippe Ansagerin zwischen den Bands mit ihren verdammt hippen
Kommentaren.
Aber wir waren doch sowieso wegen der Musik hier, und da sollte
Dredg aus den Staaten ein ganz besonderer Leckerbissen werden. Wenn
auch bei den vielen weiblichen Teenies in den ersten Reihen etwas
deplaziert. Die Band um Sänger Gavin Hayes lieferte eine neun
Song Show, die faszinierend und überzeugend war. Das neue Album
(1998: Leitmotif) der Indie-Rock Hoffnung wird für den Herbst
erwartet. Von der aktuellen EP "Extended play for the eastern
hemisphere" spielten sie "Of the Room" und "Yatahaze".
Dann
kam die Band, wegen der die meisten (jungen) Besucher da waren.
Die Stimmung war von Anfang an gut und die Hits vom Debütalbum
wurden durch Springen mitgefeiert. So richtig explodieren wollte
die Live Music Hall aber nicht, dazu waren die Lücken im Publikum
zu groß und 4 Lyn leisteten sich zu viele technische Patzer.
Auch der Sound war nicht gerade überzeugend, man hörte
schon einen deftigen Unterschied zur CD, was einigen Songs die Power
nahm. Gespielt wurde auch die neue Single "Pearls & Beauty",
die am 24.6 in den Läden steht. Das neue Album wird für
September erwartet.
Das Publikum ging ohne Frage zufrieden nach Hause. Überzeugend
konnte man die musikalische Darbietung der Hamburger aber nicht
nennen, nur die Show stimmte. Aber nicht dass mir jetzt jemand erzählen
will, ich gehöre zu dem großen Teil der Presse, die 4
Lyn hassen. Dem ist nämlich nicht so.