Die
Dirtshakes aus Solingen, unter denen sich Mitlieder der Jet Bumpers,
Cave 4 und Backwood Creatures befinden, konnten mit ihrem aus 50's
RnR und Punk gemischten Sound als Vorband kaum jemanden zu begeistern.
Obwohl ihr 2000er Album " Kings of the Boogaloo" schon auf dem Ox-Sampler
#41 mit dem Song "the 80's weren't that cool" vertreten war und
man diese Band wohl nicht mehr zu den völlig unbekannten des Buisness
zählen kann konnte leider nur die Stimme des Frontmannes begeistern.
Der Main-Event des Abends waren allerdings die Peepshows, die hier
ihr neues Album 'today we kill, tomorrow we die' vorstellten. Die
schwedischen RnR Heroen um Sänger Oswald wussten mit einer gesunden
Mischung aus alten Songs ihrer vorherigen Alben (Right about now
+ Mondo Deluxe) und Repertoire ihres neuen Werkes bedingungslos
zu begeistern. Trotz eines mit ca. 40 min recht kurzen Auftritts,
inkl. Motörhead Cover in der Zugabe, und Hits wie Genius, Forgotten
Boy, Aim to cheat etc. , mussten auch die grössten Skeptiker einsehen,
daß RnR nicht nur aus Bon Jovi oder Aerosmith besteht sondern auch
und vor allem der Norden Europas für eine Belebung des angestaubten
Images gut ist. Neben den Peepshows bei denen ein Konzertbesuch
unbedingt ratsam ist wuchsen in den letzten Jahren einige skandinavische
Bands heran (z.B. Gluecifer, Puffball, Hives, Backyard Babies ),
die ROCK`n`ROLL neu definieren. Die Peepshows schafften es jedenfalls
in 4 Nummern zu kleinen schwarzen Hemden und zu kurzen Hosen neben
einem gewissen "Retro"-Charme, auch noch eine gehörige Portion guter
Laune auszustrahlen.
Für Fans auf jeden Fall war der Auftritt
von Oswald, Mange Heartbreaker, Johnny GoGo, Lurgo Peepshow und
dem Keyboarder Henry Ford (?!) ein absolutes Erlebnis und alle anderen
dürften ihren Spass gehabt haben. PEEPSHOWS ohne Frauen sind eben
doch mehr wert als man denkt!!!