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Fragt man nach der beliebtesten Alternative-Tour
dieses Jahres, so landen die Deftones sicher ganz vorne. Schon bei
ihrer letzten Tour 1997/1998 sorgten sie für ausverkaufte Shows,
damals allerdings als Geheimtip und in kleinen Clubs. Nun schaffen
sie es aber auch locker große Hallen zu füllen, und die
größte Halle Kölns, das Palladium, war auch ausverkauft.
Trotzdem füllte sich die Halle
aber nur langsam und bei Taproot, Fred Durst's Lieblingsband, waren
es wenige Fans vor der Bühne. Das lag wohl auch daran, dass
deren Debüt-Album "Gift" hierzulande noch nicht erschienen
war. Davon ließen sich Taproot aber nicht beirren und lieferten
souverän ihre Show ab, wobei der Sänger mal eben bei einem
Song zu einem Hallenrundgang ansetzte. Fette Show, auch wenn nicht
viele abgingen.
Danach ging's dann weiter mit der
neuen New-Metal Band, Linkin Park. Aus unerklärlichen Gründen
bei allen Teenies beliebt, und für viele sicher auch ein entscheidender
Grund, das Konzert zu besuchen. Das einzige was man Linkin Park
positiv anrechnen kann, ist, dass sie eingängliche Musik schreiben.
Dahinter steckt aber keine Substanz, und das machten sie jetzt auch
bei ihrem Auftritt klar. Mit welchen technischen Tricks sie auch
immer arbeiteten, man fragte sich wo der Sound aus den Boxen herkam,
aus den Instrumenten aber scheinbar nicht. Der Masse hat's gefallen,
wenn man böse ist kann man Linkin Park aber jetzt die Bitches
of New-Metal nennen.
Weiter ging es dann mit den Deftones,
die ein anderthalbstündiges Set vorlegten. Gewohnt souverän
und emotional ging es zur Sache, die Mischung der Songs der drei
Alben stimmte, und wie bei "Seven Words" wurden auch gelungene
Live-Varationen eingebaut. Ebenfalls gut kam die dezente Lichtshow,
wenn auch teilweise schon fast kitschig. Und die weiblichen Besucher
kippten reihenweise um.
Insgesamt war es ein sehr fettes
Konzert, auch wenn man merkte, Ticketpreise von über 50,-DM,
Publikum und Organisation waren schon sehr mainstreamig.
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