Was
für eine Mörder-Package Tour! Auch preislich mit 50,-DM.
Bereits um 16 Uhr war der Platz vor dem Venue im Oberhausener Industriegebiet
mit jungen, hochgestylten Kiddies belagert. Schließlich stand
auch die endlose Kolone der Tourbusse direkt auf dem offziellen
Parkplatz. Wir nutzten die Zeit uns schon mal umzusehen und Bekanntschaft
mit den aufdringlichen Jungs von Amen zu schliessen, die den Abend
beginnen sollten.
Ja, es war irgendwann wirklich soweit
und die ganzen Massen waren in die wirklich coole Turbinenhalle
gestürmt. Die Massen sahen übrigens alle gleich aus, und
alle besuchten auch im Akkord den Mäckes an der Halle. Aber
was solls, Amen legten mir ihrem Heavy-Rock Brett los und die Leute
blieben unbeindruckt, wie immer. Amen sind wohl keine Band für
Europa.
Mudvayne, die man schon fast als
Kopie von Slipknot bezeichnen könnte, begannen ihren Gig mit
„Dig“ und die ersten Reihen hüpften. Der Rest war Mudvayne
eben, wem's gefällt, der bekam auch was geboten.
Static-X
präsentierten sich dann als beste Band des Abends. 40 Minuten
lang rockten sie die ganze Halle bis zum Ende mit einer guten Mischung
aus neuem und alten Album. Und Sänger Wayne Static verzauberte
mal wieder die ganzen kleinen Mädchen. Die Halle war übrigens
gut gefüllt, aber zum Glück war noch genug Platz um sich
hinten einen Sitzplatz zu ergattern, sehr entspannend, wenn man
4 Mal am Stück ausgepowert wird.
Slipknot kannten dann nur eins, die
Leute in der Halle endgültig auf den Boden zu rocken. Die Boxen
platzten vor Soundkrach und Slipknot explodierten wie immer auf
der Bühne. Die Lichtshow tat ihr übriges. Dazu gab es
einen neuen Song, “People = Shit". Wirklich etwas hören
konnte man bei diesem Sound aber nicht. Deshalb gab es nur zwei
Möglichkeiten, entweder mitspringen oder untergehen. Dem Großteil
der Fans reichte das völlig, aber ein paar kritische Stimmen
kamen hinterher auch auf, die den Auftritt musikalisch nicht gerade
spektakulär fanden.
Nach dem Konzert belagerten dann
noch viele Groupies die Busse, bis Static-X abgefahren waren. Slipknot
verliessen die Halle dagegen nicht sondern machten drinnen ihre
Sauf & Aftershowparty bis weit nach 3 Uhr.