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26.10.2001 Hamburg (Grosse Freiheit)

Muse
Lost Prophets

 



Muse also: Mal wieder in Hamburg, mittlerweile fast Stammgäste, und das 2. Konzert zur neuen Platte. Außerdem spielten sie jetzt inzwischen im größten Club Hamburgs, danach geht’s wohl in Sporthallen, was ziemlich bedauerlich ist aber Erfolg lässt sich wohl nicht aufhalten und verdient haben sie es auf jeden Fall! Aber die Freiheit war proppevoll und die Stimmung war klasse, obwohl das Konzert schon um etwa 19.00 losging. Wie immer schockte mich die große Anzahl von Girlies die sich vor der Bühne versammelten und erstmals gab es auch das besch... "im Takt geklatsche", aber wie gesagt: Erfolg...

Aber nun zur Vorband, die ich bisher nicht kannte. Die Lost Prophets fingen schon sehr früh an und ich habe nur die letzten beiden Songs gesehen. Die gefielen mir ziemlich gut, ich möchte es ja gar nicht sagen aber die gingen in die Nu Metal Richtung aber halt in gut. Sechs Leute auf der Bühne und recht einfallsreiche Songs soweit ich das beurteilen konnte. Aber aufgewärmt haben sie definitiv, als ich mich bis nach vorne durchgearbeitet hatte sah ich schon erste verschwitzte Gesichter.

Nun das Warten auf Muse. Für mich sind ihre Konzerte immer so was wie eine Offenbarung: dass Rockmusik mit Klavier gut klingen kann, dass Soundeffekte auch nicht nerven können, dass Alternative Rock lange nicht tot ist und dass Gitarrespielen und Singen gleichzeitig auf dem Niveau nicht unmöglich ist. Die Liste könnte noch ewig weitergeführt werden aber nun zum Konzert.

Nach einen unspektakulärem Auftritt folgte ein völlig unbekanntes Stück, von den ganz Neuen gab es an diesem Abend drei Stück zu hören von denen ich absolut begeistert war! Es folgte eine schöne Mischung aus beiden Alben (außer UNO, was ich schade fand), immer wieder wurden die ruhigen Stücke eingestreut was besonders für die tanzende Masse eine willkommene Erholung war. Der Rest waren absolute Rocker, die live noch doppelt so intensiv wie auf Platte wirken. Allgemein war im Pit eine Menge los, bis zum Crowdsurfen war alles dabei. Besonders gefiel mir eine Leinwand hinter der Bühne auf der Aufnahmen der Musiker, von dem Griffbrett der Gitarre oder von der Bassdrum liefen. Herr des Abends war aber wie immer Matthew Bellamy, der eine unglaubliche Stimmung verbreitete, seine kleinen musikalischen Kunststücke auf seiner Gitarre vollbrachte und zum Teil wie wild auf der Bühne wirbelte.

Ich muss gestehen, dass es nicht mein Lieblingsauftritt war, dazu fehlte die Nähe einer kleineren Location aber bevor es noch größer wird möchte ich nur allen, die ein fünkchen Rockmusik in sich verspüren, raten diese Band noch mal live zu sehen.

 

Autor:
Karl Mieske
Photos:
Motor Music

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