Muse
also: Mal wieder in Hamburg, mittlerweile fast Stammgäste,
und das 2. Konzert zur neuen Platte. Außerdem spielten sie
jetzt inzwischen im größten Club Hamburgs, danach geht’s
wohl in Sporthallen, was ziemlich bedauerlich ist aber Erfolg lässt
sich wohl nicht aufhalten und verdient haben sie es auf jeden Fall!
Aber die Freiheit war proppevoll und die Stimmung war klasse, obwohl
das Konzert schon um etwa 19.00 losging. Wie immer schockte mich
die große Anzahl von Girlies die sich vor der Bühne versammelten
und erstmals gab es auch das besch... "im Takt geklatsche", aber
wie gesagt: Erfolg...
Aber nun zur Vorband, die ich bisher nicht kannte.
Die Lost Prophets fingen schon sehr früh an und ich habe nur
die letzten beiden Songs gesehen. Die gefielen mir ziemlich gut,
ich möchte es ja gar nicht sagen aber die gingen in die Nu
Metal Richtung aber halt in gut. Sechs Leute auf der Bühne
und recht einfallsreiche Songs soweit ich das beurteilen konnte.
Aber aufgewärmt haben sie definitiv, als ich mich bis nach
vorne durchgearbeitet hatte sah ich schon erste verschwitzte Gesichter.
Nun das Warten auf Muse. Für mich sind ihre
Konzerte immer so was wie eine Offenbarung: dass Rockmusik mit Klavier
gut klingen kann, dass Soundeffekte auch nicht nerven können,
dass Alternative Rock lange nicht tot ist und dass Gitarrespielen
und Singen gleichzeitig auf dem Niveau nicht unmöglich ist.
Die Liste könnte noch ewig weitergeführt werden aber nun
zum Konzert.
Nach einen unspektakulärem Auftritt folgte
ein völlig unbekanntes Stück, von den ganz Neuen gab es
an diesem Abend drei Stück zu hören von denen ich absolut
begeistert war! Es folgte eine schöne Mischung aus beiden Alben
(außer UNO, was ich schade fand), immer wieder wurden die
ruhigen Stücke eingestreut was besonders für die tanzende
Masse eine willkommene Erholung war. Der Rest waren absolute Rocker,
die live noch doppelt so intensiv wie auf Platte wirken. Allgemein
war im Pit eine Menge los, bis zum Crowdsurfen war alles dabei.
Besonders gefiel mir eine Leinwand hinter der Bühne auf der
Aufnahmen der Musiker, von dem Griffbrett der Gitarre oder von der
Bassdrum liefen. Herr des Abends war aber wie immer Matthew Bellamy,
der eine unglaubliche Stimmung verbreitete, seine kleinen musikalischen
Kunststücke auf seiner Gitarre vollbrachte und zum Teil wie
wild auf der Bühne wirbelte.
Ich muss gestehen, dass es nicht mein Lieblingsauftritt
war, dazu fehlte die Nähe einer kleineren Location aber bevor
es noch größer wird möchte ich nur allen, die ein
fünkchen Rockmusik in sich verspüren, raten diese Band
noch mal live zu sehen.