Eigentlich
hatten wir ja nicht geplant Limp Bizkit in Oberhausen einen Besuch
abzustatten, aber wann wird man mal wieder die Chance haben diese
Band zu einem so günstigen Preis zu sehen...
Die Züge nach Oberhausen waren
schon voll mit "rote Kappen Träger", die Arena belagert
von allen Seiten. Hatte hier jemand geclont? Der einzige Unterschied
unter den Konzertbesuchern war das Alter. Die Spanne reichte von
10 - 60 Jahre. Familientag oder so.
Ausverkauft, so hiess es zumindest,
war aber eher ein Veranstalter Trick war. Denn die zahlreichen Schwarzhändler
blieben auf ihren 70,- DM Tickets sitzen. Kurz vor Veranstaltungsbeginn
sunk der Schwarzmarktpreis auf 20,-DM, wenn man das vorher gewusst
hätte, für diesen Preis hätten sich sicher viele
Limp Bizkit angeguckt.
Erstmal kam allerdings Godsmack.
Die heizten das Publikum schon mal ordentlich mit ihrer gerade gecharteten
CD "Awake" ein. Ging auf jeden Fall gut klar und der richtige
Sound für die Besucher der großen Halle.
Die Organisation erwies sich übrigens
ausnahmsweise als sehr gut, auch die Arbeit der Ordner. Weniger
erfreulich erwies sich aber die Pressearbeit der Band. Die sagten
kurz vor Veranstaltungsbeginn um 18:30 alle Photoanfragen für
die gesamte Tour ab. Als Folge mussten alle weitangereisten Photographen
draussen bleiben und ihr seht hier auch keine Konzertphotos. Limp
Bizkit können es sich ja leisten.
Limp Bizkit wurde auf jeden Fall
zum Riesen-Spektakel. Eröffnet wurde die Show mit dem Intro
der neuen CD, danach folgte plangemäss "Hot Dog".
Das weitere Konzert glänzte weniger durch musikalische Höhepunkte,
als durch die Atmosphäre. Limp Bizkit spielten nämlich
brav ihre CD runter, einige alte Songs und "Faith" wurden
eingebaut und die Zugabe mit "Rollin" beendet. Das Drumherum
sollte das aber wettmachen. Ein langer Laufsteg in die Publikumsmenge,
viel Feuer, Knalleffekte, am Schluss 4 Tänzerinnen und Licht
ohne Ende. Da lief einem schon fast ein Schauer runter als man von
den Rängen aus die ganze Halle am Springen sah. Die Stimmung
war auf jeden Fall, in diesem Fall von oben nach unten, perfekt.
Was man bekam war Limp Bizkit pur,
wer stört sich da noch an merkwürdigen Menschen, seltsamen
Ticketpreisen und einer außergewöhnlichen Halle, sorry
Arena. Und selbst die Photographen hatten am Ende noch Glück,
die letzten beiden Termine der Tour wurden ganz abgesagt.