Zum
Record Release Konzert (Album: Nothing Less) luden die Holländer
von Krezip nach Köln. Das sorgte für eigenartige Besucher,
Möchtegern-Yuppies mit grässlichen Frisuren und eben ganz
viele Holländer, die eindeutig das Geschehen bestimmten.
Los ging es dann im gut gefüllten
Prime Club um 21:15 Uhr. Aber schon vorher wurden die 3 Frauen und
2 Männer aus Tilburg frenetisch gefeiert. Die Stimmung glich
einer riesigen Party. Dann starteten sie mit einem Acapella Intro
durch, um direkt danach die Gitarren anzuschmeissen und ihre Rock-Pop-Frauen
Musik in die Menge zu blasen. Die ging direkt vom ersten Takt an
tierisch ab, in Form von Teenie-Hüpfen und Hände-Klatschen.
Die besonders extremen Fans (HolländerInnen, glattgestriegelte
Boys und Mädels am Ende der Pubertät) lockten zudem mit
Stofftieren und massenhaft Wunderkerzen, die einen seltsamen Geruch
im Prime Club verbreiteten.
Mit
ihrem glassklaren, weichen Sound ( Jacqueline Govaert - Vocals,
Piano / Annelies Kuijsters - Vocals, Guitar / Anne Govaert - Guitar
/ Joost van Haaren - Bass / Thijs Romeijn - Drums) und eingängigen
rockigen Hymnen war es dann auch keine Schwierigkeit die Stimmung
im Club weiter anzuheizen. Aber wirklich bemerkenswert war höchstens
die Stimme von Sängerin Jacqueline. Und bei der ist die Pressebiographie
außergewöhnlicherweise mal ehrlich, sie schreibt fast
alle Texte selbst. Das spielt aber auch keine große Rolle,
denn außer Pop und längst bekannten Tunes verbreiten
Krezip nicht viel. Für den kurzweiligen Aufstieg wird das reichen,
aber die Band ist aalglatt und somit auch bald austauschbar.
Die Fans waren aber glücklich,
auf jeden Fall die Fans aus Hollands Reihen. Da musste man gar nicht
nach dem Aussehen gehen, denn nur sie konnten die Texte jetzt schon
komplett auswendig. Dann gab es dazwischen auch noch eine kurze
Ansage zum World Trade Center Attentat, in der die Band die Amerikaner
bedauerte. Mal wieder zu kurz gedacht, denn auch auf uns werden
die Ereignisse noch einen erheblichen Einfluss haben.
Aber hier ging es ja schließlich
nur um rockigen Pop, und den brachten Krezip verdammt professionell
und gut rüber. The Party must go on!!!