Also
bei dem Bandaufgebot musste die Deconstruction Tour ja ein Erfolg
werden. Da es leider schon um 17:30 los ging und unsereins bis 18:00
noch arbeiten musste kann ich selber über die ersten vier Bands
nicht viel sagen. Ärgerlich, wo ich doch auf Boy Sets Fire so gespannt
war. Wir kamen somit erst zu Catch 22, die mich auf Anhieb an Bands
wie Voodoo Glow Skulls erinnerten. Also recht flotter Ska Punk mit
vielen Bläsern. Der Sänger ging meines Erachtens teilweise ein wenig
unter. Durchgehend gut gespielte Songs, die mich doch leider nicht
vollends mitreißen konnten.
Als Avail aus Richmond/Virginia die
riesige Bühne des Palladiums betraten, hatte ich mit noch mehr Begeisterung
seitens des Publikums gerechnet. Aber es waren doch recht viele
"NOFX Kids" gekommen, die sich wahrscheinlich über den Anblick von
Avail erschraken. Doch Avail wusste zu überzeugen. Die Energie der
Songs war regelrecht zu spüren. Wer Avail kennt, weiß, dass Sie
mit Ihrer Power zwischen Punk und Hardcore mit stets politischer
Attitüde einfach eine Größe für sich sind.
Als nächstes kam die Band auf die
sich wahrscheinlich der größte Teil des älteren Publikums gefreut
hatte. Die Rede ist von... Sick of it all natürlich. Meiner Meinung
nach eine der sympathischsten Bands überhaupt, die noch dazu das
absolute Brett ablegen. Sie sind live einfach in Ihrem Element.
Die Show besteht aus einer gesunden Mischung aus neuen und alten
Songs. Von Scratch the surface nach Just look around bis hin zu
Your´s truly. Bei jedem Song von Lou Koller und Band merkt man Ihnen
den Spass, den sie nach all den Jahren zum Glück immer noch haben,
an. Ganz groß!
Nun kamen Lagwagon die nun etwas
mehr Melodie ins Palladium brachten. Bei Lagwagon scheint die Zeit
stehen geblieben, das in diesem Fall jedoch keinesfalls schlecht
ist, denn Lagwagon sind meiner Meinung nach eine der besten Fatwreck
Bands. Es wurde ca. 1 Stunde allerbester California-Melodicpunk
geboten der immer noch genauso gut knallt wie vor einigen Jahren.
Als letztes für diesen Abend kamen
dann Pennywise, die Epitaph Zugpferde. Auch Pennywise sind ihrem
Stil nach wie vor treu geblieben. Schneller, harter und melodischer
Cali-punk der jedoch noch ein Stück mehr Hardcore ist als Punk.
Alles in allem ein gelungener Abend, auch wenn man die ersten Bands
verpasst hat. Man darf auf eine Fortsetzung gespannt sein.