Die
Hauptstadt am Donnerstagabend, wenn Curse sich angemeldet hat. Vor
und in der Maria hüpfen gierige Hoper ungeduldig von einem
Bein aufs andere und warten alle auf eins: eine fette Party.
Drinnen ist sie schon im vollen Gange, denn Italo Reno und Germany
vom Klan sprangen auf der Bühne herum und verwöhnten die
Leute mit genialen Raps und geilen Beats - alte und sogar zwei superneue
Songs brachte die Crowd zum kopfnicken. Sogar Harris von den Spezializtz
stand ganz relaxt in der Halle und war fett am Grinsen und Kopfnicken.
Tefla
und Jaleel waren ja für einige sogar der einzige Grund ins
Maria zu kommen. Entweder war man neugierig, wie beide so live abgehen
oder man hatte sie schon einmal live gesehen und wusste, dass man
sich beide nicht entgehen lassen sollte. Alle wurden auch heftigst
zufrieden gestellt. Die beiden Chemnitzer verstehen es wirklich
die Masse mit ihren Songs und ihrer Performance mitzureissen und
die Leute in einen Wettkampf zu schicken: Wer springt am höchsten.
Die beide rocken wirklich derbe. Ob mit "Wenn Zonies reisen"
oder "Zu viele" - beide haben die Leute fast ausgeflippen
lassen und super auf Curse vorbereitet. Die zwei passen wirklich
genial zu Curse und seiner Show.
Und
als Curse dann endlich auf die Bühne trat war keiner mehr dumm
am rumstehen, sondern bei ihm haben wirklich alle - die ganze Halle
hat gerockt. Kein Wunder, denn wenn Curse seine Show abzieht dann
reisst es wirklich jeden mit. Der Mann hat Power und vor allem Skills
en masse. Erstaunlicherweise hat er seinen Schwerpunkt nicht nur
auf die Songs seiner neuen Platte gelegt, sondern er hat gut die
Hälfte der Songs von seinem alten Album gespielt. Das hat aber
keinen gestört, denn "Feuerwasser" ist ja mindestens
genauso der Burner, wie "Von innen nach aussen". Curse
ist für mich live dermassen real, weil man 150pro das Gefühl
hat der Mann weiss wovon er rappt und er auch alles selbst erlebt
oder durchlitten hat, was er der Masse erzählt.
Zur Zugabe sind dann noch mal alle Acts des abends auf die Bühne
gegangen und haben noch mal 10 Minuten zusammen gerappt und man
hat das Gefühl gehabt, dass alle wirklich eine Familie sind
und die Tour super geniessen. Als Fan ist es auch mal schön,
neben dem ganzen Gedisse, was derzeit in Deutschland abgeht solch
Einigkeit im Hiphop zu sehen.