Es
begann eigentlich wie es auch beginnen sollte, und deshalb waren
wohl auch viele Leute zum 4. Beatz aus dem Tal Jam in die Wuppertaler
Börse gekommen.
Relaxte Partystimmung erwartete uns schon am Eingang, wo sich Alme
88 wie so oft im Freestyle "übten". Drinnen rockte
nicht nur die große Halle, sondern auch im Vorraum wurde heftig
gebreakt.
Spätestens als Ro Kallis und Schivv auf die Bühne kamen
ging die ganze Halle ab. Neben Pyranja rockten dann auch Tatwaffe
und Pitza das Mic.
Die
"Überraschung" kam dann plötzlich. Polizei stürmte
zuerst die Halle und dann die Bühne. Der Sound wurde abgedreht
und wenig später ging auch das Licht an. Anfangs herrschte
noch die große Ratlosigkeit und man wusste nicht so recht,
was jetzt passieren würde. Einige der jüngeren HipHop
Fans konnten sich nicht beherrschen und versuchten sich mit "Bullen
raus" Geschrei Gehör zu verschaffen. Nachdem die Polizei,
wie immer mit Videokamera filmend, dann aber die gesamte Börse
unter ihre Kontrolle gebracht hatte, machte ein Sprecher des Ordnungsamts
deutlich, dass dieser Abend gelaufen sei, und jetzt Ausweis-Kontrollen
durchgeführt würden. Alle unter 18-jährigen wurden daraufhin
abgeführt und Rucksäcke aller Leute durchsucht. Nur mit
größter Mühe konnten wir unser Photomaterial retten,
als der Einsatzleiter auf uns zukam und natürlich auch weitere
Aufnahmen untersagte.
Eine
Stellungsnahme der Polizei konnten wir nicht bekommen, auch war
sie nicht bereit unsere Informationen zu kommentieren. Nach unbestätigten
Berichten stand der Einsatz aber im direkten Zusammenhang mit den
Terroranschlägen in den USA. Insider berichteten, dass sich
CIA Agenten unter dem Publikum befunden hätten, die zwei Araber
erspät haben wollten, die angeblich Sprengsätze in einem
Aktenkoffer dabei hätten. Daraufhin wurde Großalarm bei
der Wuppertaler Polizei ausgelöst. Die Araber wurden vermutlich
aber gewarnt und konnten der CIA durch das Treppenhaus der Börse
auf das Dach entkommen. Augenzeugen wollen dort einen Hubschrauber
abfliegen gesehen haben.
Ohne Zweifel steht jedoch fest, dass es sich hier um eine reine
Schikane-Aktion der Polizei gehandelt hat. Und leider muss man jetzt
damit rechnen, dass solche Aktionen - ohne Sinn - in Zukunft vermehrt
folgen werden. So wird es dann noch öfters heissen: Bullen
gegen HipHop. Die Zeiten werden definitiv härter, auch hier
in Deutschland.