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KC da Rookee News


Am 17.11.99 war KC mit Ferris und D-Flame auf Tour im Kölner Stadtgarten und wir nutzten die Gelegenheit für ein Interview
. Das ganze dauerte dann etwas, weil KC sich zusammen mit Ferris erstmal paar Joints geben mußte und auch noch der Soundcheck im Weg stand. Machte aber nichts, das Interview wurde zu einer relaxten Sache.

Bumbanet: Erzähl mal wo du her kommst und wie alles mit HipHop bei dir anfing?

KC: Ich komme aus Nottingham aus der Mitte Englands, das ist ungefähr zwei Stunden mit dem Auto von London entfernt. Als ich jünger war, stand ich auf dieser Jamaica Reggae Schiene. Meine Mutter, Schwester und alle meine Freunde hörten damals Reggae. Ich war dann in den ersten Soundsystems, aber mit 13 habe ich mich mehr auf HipHop konzentriert. Zuerst habe ich noch diesen Ragga Style gerappt, dann aber immer mehr HipHop Texte geschrieben. Und eines Tages hab ich dann als Rapper mit meiner Crew angefangen. Ich war der letzte in der Crew, der mit rappen angefangen hatte, deshalb auch der Name Rookee. Richtig professionell rappe ich aber erst seit 3 oder 4 Jahren.

Bumbanet: Was gibt es denn noch über deine Borken English Crew zu wissen?

KC: Das war so ein Underground Projekt in Nottingham, wo es eigentlich darum ging, besser zu rappen zu lernen. Ein Kollege von damals, Sirrlar Hussein, rappt jetzt auch auf meinem Albumtrack "notts killaz". Auch ein anderer wird nächstes Jahr hier in Deutschland seinen Stuff rausbringen. Borken English Crew ist aber Geschichte, den meisten Stuff mache ich jetzt mit meiner Crew KMC in Berlin.

Bumbanet: Mit der Borken English Crew hast du damals aber auch Leute wie Busta Rhymes, Ice-T und Fugees supportet. War das eine große Sache für dich?

KC: Ne nicht wirklich, im HipHop ist das eine Glückssache, du mußt nur die richtigen Leute treffen. Wenn du cool rappst wirst du immer von Promotern gefragt, ob du so was machen willst. Ich werde jetzt meistens wegen so was angerufen, das ist immer eine coole Sache.

Bumbanet: Wie kam es dazu, daß du jetzt in Deutschland lebst?

KC: Ich spielte Basketball für die Army und bin so überall in der Welt rumgekommen, von Hongkong bis Deutschland. Ich hab Deutschland aber nur für wenige Wochen gesehen, bin dann wieder nach England und habe Mystic Dan kennengelernt, der auch auf dem Track "Buffalo soldier" drauf ist. Er lebte in Deutschland und wollte eine Tour mit 13 Shows mit mir machen. Ich habe sofort "cool" gesagt und hab das abgecheckt. Dann hab ich mir überlegt etwas länger in Deutschland zu bleiben, um nach nem Plattenvertrag zu gucken. In England ist das viel schwerer, vor allem für den HipHop, den Underground Bereich. Für 6 Monate habe ich schließlich mit Mystic Dan in Hannover gelebt und hab mich dann in Hamburg umgeschaut. Ich hab ein Tape mit meinem Stuff an alle Plattenfirmen verteilt, Mercury, East West... Aber die wollten alle nur kommerzielles Zeug, die wollten so eine Nana oder Coolio Geschichte. Das hat ziemlich abgefuckt. Dann habe ich Rene von einer Promotionfirma kennengelernt, er wollte mir helfen und hat mich mit nach Berlin genommen, wo ich KMC und die Spezializtz getroffen habe.

Bumbanet: Meinst du, es gibt einen Unterschied zwischen der deutschen und englischen HipHop Szene?

KC: Also der deutsche HipHop ist viel größer, weil er auch den Support von den Major Labels bekommt. Es gibt hier auch wesentlich mehr HipHop Fans. Auch die Beats haben einen anderen Standard, in England gibt es bei weitem nicht so viele "dope beats" wie hier in Deutschland. Ich habe mein Album auch mit deutschen Beats gemacht, das ist ein großer Unterschied. Das ist der gleiche Unterschied wie Deutschland und Frankreich.

Bumbanet: Wie würdest du denn dein Album "Rookeestizza" beschreiben?

KC: Stizza bedeutet Style, Rookeestizza steht einfach für meinen Style. Das ist der Shit, den ich fühle. Abgedrehte Beats, Streetbeats, kein kommerzielles Zeug. Ich habe die Platte in 3 Monaten mit meinem Freunden produziert, DJ Desue, Claas aus Hamburg, Mr. Schnabel, nur coole Leute, und auch die Features, Afrob, Spezializtz, Boogieknight, Black Kappa aus Jamaica,... alles Freunde. Bei meinen ersten Album wollte ich allen Leuten meinen Style zeigen.

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