|
|
| Music | Urbanstyle | |||||||||||
| . |
|
Curse: Lange Geschichte. Ich hab im Kindergarten mit HipHop angefangen. Ein Freund von uns war Breaker, das war 1983/84, und der hat uns ein paar Moves beigebracht. Damals hab ich schon meine Eltern erpresst, daß sie mir Fatboys Platten kaufen. Wir haben auch noch alte Photos, wo ich mit 5 Jahren im Trainingsanzug im Wohnzimmer rumhüpfe. In der Grundschule hab ich das dann aus den Augen verloren, hab andere Dinge im Kopf gehabt, in der 5. Klasse HipHop dann aber sozusagen wiederentdeckt. Bei uns auf der Schule war ein DJ, der damals schon Mixtapes gemacht hat und immer coole Sachen aufgenommen hat. Mit dem habe ich mich dann ausgetauscht. Durch Beatstreet und solche Filme bin ich dann wieder reingekommen, hab hauptsächlich angefangen zu malen und Beats zu machen. Irgendwann hab ich mich dann aber aufs rappen konzentriert, in der 6. Klasse ungefähr. Früher habe ich meine ganzen Sachen alleine gemacht, mit paar Homies zusammen. Wir haben so ein Keyboard gehabt, wo man einzelne Drumsounds einspielen kann. Das haben wir dann auf Tape aufgenommen, wieder abgespielt, Bassline drüber gespielt und so haben wir Tracks aufgenommen. Vor 7 Jahren hab ich dann den Busy kennengelernt, dann den Scan vor 5 Jahren, und seit dem geht's los. Bumbanet: Was sind denn so deine Einflüsse in musikalischer Richtung? Curse: Ich bin hauptsächlich mit Rapmusik aufgewachsen. Aber auch mit vielen Sachen aus den 70er und 80er Jahren, was meine Eltern so gehört haben. Ich war früher großer Michael Jackson Fan, bin ich eigentlich immer noch, auf jeden Fall von den alten Sachen, Thriller, etc. Bob Marley mag ich auch sehr gerne. Rapmässig ist bei mir Eastcoast angesagt, vereinzelt auch Westcoast, alles halt was cool ist, aber hauptsächlich lyrische Eastcoast Sachen. Bumbanet: Du hast jetzt eine EP "99 Essenz" rausgebracht, deren Songs man aber schon kannte. Was stand dahinter? Curse: Früher haben wir die ganzen Platten nur auf Vinyl rausgebracht und viele Leute haben mich gefragt, ob es das auch mal auf CD gibt. Und ich wollte einfach niemanden ausschließen. Deshalb haben wir das gemacht, die Sachen zusammengepackt und noch einen Remix draufgemacht. Außerdem ist es noch mal eine Zusammenfassung, die Essenz von dem, was ich 1999 gemacht habe. Damit ist das Kapitel abgeschlossen und ein neuer Rahmen für das Album am 27.3.00 da. Bumbanet: Wie bist du denn jetzt zu deinem Deal mit Jive gekommen, wo du mehr oder weniger der einzigste deutsche HipHop Act bist? Curse: Ja, die haben noch einen anderen Act, aber das ist mehr so Spoken Word... Das ist so gekommen, ich hab zu der Zeit ein Label gesucht und die Jive Leute haben zu gleichen Zeit deutsche HipHop Acts gesucht und über mein Management ist das dann zustande gekommen. Die haben dann ein Demo von mir bekommen, haben es gehört, fanden es cool und haben mir den Deal gegeben. Das war eigentlich eine recht unspektakuläre Sache. Bumbanet: Fühlst du dich als einziger deutscher HipHop Act auf Jive nicht etwas komisch? Curse: Gut aus Deutschland gibt es ja nicht so viele Acts auf Jive, die jetzt groß sind, vielleicht nur die Superboys. Ich fühle mich nicht komisch, ich fühl mich gut. Die Anlaufschwierigkeiten waren schon da, weil ich nicht soviel wußte übers Plattenbuisness und die wußten nicht soviel über HipHop. Aber es ist sehr cool, weil die Leute sehr offen sind, hören zu und sind sehr zugänglich für die Sachen. Ich fühle mich auch so, daß die Leute hinter mir stehen und mich supporten, was vielleicht bei einem anderen großen Label nicht so wäre. Selbst wenn die keine Ahnung von HipHop haben, denken die, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gegessen. Bumbanet: Was wird uns denn auf deinem Album erwarten? Curse: Sehr viel persönliches. Auf den ersten Maxis war es so, daß ich hauptsächlich Battle Rhyme Sachen gemacht hab. Finde ich auch okay, weil am Anfang muß man erst mal hören, wenn man jemanden nicht kennt, hat der überhaupt Skills, hat der ne gute Stimme, hat der Flow, hat der was zu erzählen... Ich habe mein Statement gemacht mit den ersten Maxis und jetzt können die Leute entscheiden, ob sie das mögen oder nicht. Auf dem Album ist es so, daß ich den Leuten viel mehr zurück gebe. Ich finde es sehr wichtig, um zu einem Album Bezug zu kriegen, Einblick in die Persönlichkeit des Rappers zu bekommen. Und das wird auf meinem Album drauf sein, persönliche Sachen, Geschichten aus meiner Kindheit, aber auch Battle Sachen und coole Collabos mit den Stieber Twins.
|
Interviews: Dashboard Confessional, Dog eat Dog, Ash, Lexy & K-Paul Special: Rheinkultur, Splash, Rihanna, Juicy Beats Live: Justin Timberlake, Mad Caddies, Reel Big Fish, Maxïmo Park Sports: BMXMasters, Extreme Playgrounds, Wave Tour
|
|
|
Copyright©
1998 - 2007 Bumbanet
|
|